„Ich komme nächstes Jahr wieder“

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Boris Tashchy und Toni Sunijic waren zu Gast beim VfB-Fanclub.  Foto: 

Es gibt sie tatsächlich, die Männersorte „Macho mit super angenehmen Touch“. Einer davon ist der 23-Jährige VfB-Spieler Boris Tashchy, der mit seinem Mannschaftskameraden Toni Sunjic (27) im Faß in Münsingen Einblick in sein Leben und seinen Trainingsalltag gab – Tashchy im schwarzen VfB-Shirt und Sunjic im VfB-Rentier-Weihnachtspullover aus der aktuellen Fan-Kollektion, womit er nicht nur bei den weiblichen Fans ordentlich Zusatzpunkte sammelte.

Zu verdanken war der völlig unkomplizierte, fast schon familiäre „Starbesuch“ Sven Endler, dem Vorsitzenden des VfB-Fanclubs, der alle Jahre wieder aufs Neue versucht, Neckarstars auf die Alb zu locken. Dreimal hat´s nun schon geklappt, wobei rein statistisch betrachtet dem Besuch in Münsingen für die Stuttgarter eigentlich kein gutes Omen anhaftet. Ciprian Marica, Raphael Holzhauser, Kevin Stöger und VfB-Expräsident Gerd E. Mäuser waren alle schon beim Fan-Club zu Besuch. „Kurze Zeit später, waren sie dann verkauft oder entlassen“, wusste Tomy Lenge, einer der Fans und wollte von den beiden Kickern deshalb wissen, ob sie nach der Winterpause noch beim VfB sind.

„Du bringst mir Gluck“, richtete der Ukrainer Tashchy das Wort in fast optimalem Deutsch an Lenge und lachte: „Nächstes Jahr komme ich wieder“. Der VfB-Spieler, den man aktuell nicht auf dem Feld sieht, wollte jedoch nicht ausschließen, dass er, sofern ein gutes Angebot kommt, sich seine Überlegungen macht.

Super sympathisch auch der aus Bosnien kommende Sunjic, der noch eineinhalb Jahre unter Vertrag steht. Dank Max aus Russland und dem Bosnier Zeljko sowie dem ebenfalls serbokroatisch sprechenden Schwaben Fere war die Verständigung zwischen den Stars und den Fans überhaupt kein Problem, wobei die beiden fast alle Fragen verstanden, mit denen die überwiegend urschwäbischen Fans sie löcherten.

„Nicht super, aber effektiv“

Der Topp-Platz in der Tabellen schien den beiden auch ordentlich Zuversicht zu verleihen, denn Sunjic ist sich zu 90 Prozent sicher, dass der VfB  wieder in die erste Liga aufsteigen wird und Tashchy gar zu 92 Prozent.

„Wenn die so weiter spielen wie gerade, nicht super aber effektiv“, sieht auch Faßwirtin Hannelore Brände keinerlei Gefahr, dass es mit dem Aufstieg nicht klappen könnte. In Hannes Wolf sieht Sunjic einen guten Trainer, der mit seinen Aufgaben wächst, auch Tashchy, der, seit er beim VfB unter Vertrag steht, bereits mit dem sechsten Trainer zusammenarbeitet, zeigte sich zufrieden mit der aktuellen Situation. Da bekanntlich jeder von jedem Trainer etwas Gutes mitnimmt, kam innerhalb kürzester Zeit – Tashchy kam im November 2014 nach Deutschland – einiges zusammen. Vielleicht einer der Gründe, warum der Ukrainer eine deutliche Leistungssteigerung bei sich erkennen kann. Am meisten schätzt er die Disziplin, die im deutschen Training ganz oben steht. In jungen Jahren müsse aber die Schule im Vordergrund stehen. „Das ist sehr wichtig fürs Leben“, rät Tashchy vor allem den jungen Fans, wobei der zwölfjährige Marc, der direkt vor dem in Odessa geborenen Spieler saß, ganz besonders aufmerksam die Ohren spitzte. Großes Lob hatten die Beiden für die Fans, die auch bei Auswärtsspielen zur Stange halten, übrig. „Da hat man manchmal das Gefühl, als würde man daheim spielen“. Ziemlich groß kamen die beiden meist auch bei den vielen Fotoshootings raus, wobei die Auinger Fans Lisa und Timo den Anfang machten. Nahezu jeder wollte den über 1,90 Meter großen Stars ganz nah sein, wobei sich die Jungs immer wieder gerne dem Blitzlichtgewitter stellten.

Tashchy und Sunjic waren übrigens nicht die ersten Profifußballer, die sich im Faß sichtlich wohl fühlten. „Auch Hasan Salihamidzic und Fancisco Copado waren schon bei uns“, erinnern sich Hannelore und Yvonne Brändle freudig zurück, bevor schwäbischer Kartoffelsalat, Maultaschen und Saitenwürstle zum gemeinsamen Essen gereicht wurden.

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