„Der Herr Karl“ und „Sauschneiden“

„Der goldene Drache“ und „Sauschneiden“ nehmen die Ulmer auf den Spielplan. Und in Tübingen hat „Miss Sara Sampson“ Premiere. Reutlingen beginnt „Weiterleben“, Tod und Sterben stehen im Mittelpunkt.

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„Miss Sara Sampson“, Bürgerliches Trauerspiel von Gotthold Ephraim Lessing kommt im Großen Saal des LTT auf den Spielplan. Sara liebt Mellefont und Mellefont liebt Sara. Aber Sara ist ihrem Elternhaus entflohen, um bei Mellefont zu sein – in der Hoffnung, er würde sie heiraten. Dann taucht die Marwood auf, seine ehemalige Geliebte und Mutter eines gemeinsamen Kindes. Sie will den Mann zurück, stellt Forderungen und zieht alle Register der betrogenen Ex. Dann taucht auch noch Saras überfürsorglicher Vater auf. Doch er kann den Lauf der Dinge, den Weg in die Tragödie, nicht aufhalten. Am Ende hat er zwei Tote zu beklagen. Premiere ist heute, die zweite Aufführung morgen, Beginn jeweils um 20 Uhr. Außerdem im Großen Saal: Am Sonntag, 18 Uhr, „Theatersport“.

In der LTT-Werkstatt wird morgen um 20 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr, „Palmer – Zur Liebe verdammt fürs Schwabenland“, ein Political von Gernot Grünewald und Kerstin Grübmeyer aufgeführt.

„Un-Erhört“, eine musikalische Liebesgeschichte aus dem Barock von Karen Schultze spielt das Tonne-Ensemble heute, morgen und am Donnerstag um 20 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr, in der Reutlinger Planie 22.

„Weiterleben“, eine Tonne-Produktion in Kooperation mit dem Ambulanten Hospizdienst Reutlingen wird morgen und am Sonntag um 18 Uhr, am Donnerstag um 20 Uhr im Spitalhof gegeben. Menschen aus Reutlingen und Umgebung und ihre ganz persönliche Begegnung mit Tod und Sterben stehen im Mittelpunkt dieses performativen Theaterabends.

Drei Mal „Es sind nur die Regeln, die wir brechen“ steht in Melchingen auf dem Spielplan, und zwar heute und morgen um 20 Uhr, am Sonntag um 19 Uhr. Zwei Mal bieten dann Bernhard Hurm und Uwe Zellmer die heitere Schwabenkunde „Spätzle mit Soß!“: am Mittwoch und am Donnerstag, jeweils um 20 Uhr.

„Harold und Maude“, eine Komödie von Colin Higgins spielt das Herrlinger Ensemble heute und morgen um 20 Uhr.

„Der Herr Karl“ hat seinen Auftritt im Neu-Ulmer AuGuS-Theater: heute und morgen um 20 Uhr, am Sonntag bereits um 18 Uhr. Das Paradestück Helmut Qualtinger und Carl Merz für einen Wiener Schauspieler kommt im AuGuS auf die Bühne mit Albert Frank. Er „ist“ der Herr Karl. „Der schwadroniert, wie er die stürmische Zeit von 1926 bis 1963 in Wien verbracht hat. Er ist der Mitläufer schlechthin, der es immer versteht, sein Fähnchen in den richtigen Wind zu halten. Durchaus charmant parlierend redet er eine ganze Generation von Österreichern um Kopf und Kragen.“

„Der goldene Drache“, von Roland Schimmelpfennig hat am Donnerstag, 20 Uhr, Premiere im Großen Haus in Ulm. Und darum geht es: Im China-Vietnam-Thai-Restaurant „Der Goldene Drache“ prallen Welten aufeinander – am Tisch Nummer 11 warten zwei Stewardessen nach ihrem Langstreckenflug auf Nummer 6 und Nummer 25, während hinten in der winzigen Küche einem Chinesen ein schwarzer Zahn unter hohem Blutverlust mit der Rohrzange gezogen wird. Eine Operation die nicht den deutschen Hygiene-Vorschriften entspricht, aber wo soll der Küchenjunge hin mit seinen Schmerzen? Er ist illegal eingewandert, da ist der Weg zum Zahnarzt noch weiter als der Weg von China nach Deutschland . . .

Und noch eine Premiere in Ulm, morgen, 19.30 Uhr, im Podium „Sauschneiden“, ein Mütterspiel von Ewald Palmetshofer: „ Hansi und Rosi sind Schwiegermutter und Schwiegertochter. Sie leben in einer ganz eigenen Beziehung zwischen Liebe und Hass, Abhängigkeit und Freiheitsdrang. Hansi erkennt im Schicksal ihrer Schwiegertochter das eigene verpfuschte Leben. Wenn statt des „Happy Ends“ ein Leben aus Steine klauben und Steaz essen wartet, wenn der Prinz sich als Saubär herausgestellt hat, läuft man dann davon? Oder bleibt man solange in seinem Unglück hocken, bis die radikalsten Möglichkeiten sich ganz logisch und gerechtfertigt anfühlen? Wenn man die Sau schneiden tät, wie man es bei den Ferkeln tut, vielleicht würde dann alles friedlich und leicht?“ Die zweite Aufführung ist am Mittwoch, ebenfalls um 19.30 Uhr.

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