Ulmer Messe runderneuert

Ulm.  Nach der Fertigstellung des Hotels Lago setzt auf dem Messegelände auch der Donausaal einen neuen, modernen Akzent. Damit sind die Umbauten auf dem Areal der Ulmesse nun weitgehend abgeschlossen.

Die Bauarbeiten am Messegelände in der Friedrichsau neigen sich dem Ende zu. Darüber freut sich keiner mehr als Messechef Jürgen Eilts: "Unsere Kunden können keine Bagger mehr sehen." Derzeit läuft noch die Verlegung eines Geh- und Radwegs an der Böfinger Straße, der von Nordosten her kommend vor das Messefoyer geführt hatte. Weil dort immer wieder Lkw rangieren, sollen die Zweiräder auf dem neuen Messevorplatz parken.

Der Vorplatz mit der neuen Haltestelle für die Straßenbahn hat das Messegelände stark aufgewertet. Dies gilt auch für das im Januar eröffnete Vier-Sterne-Hotel Lago sowie den gleichzeitig in Betrieb gegangenen Donausaal, den früheren kleinen Saal der Donauhalle.

Hotel-Investor Thomas Eifert hatte den Umbau des kleinen Saals angestoßen, um angemessen Tagungsmöglichkeiten für das Hotel am Ausee zu erhalten. Die Ulmesse stand von Anfang an hinter dem Vorhaben, in das seit Mai 2009 mehr als zwei Millionen Euro investiert wurden.

Der ganz in weiß gehaltene Donausaal hat bei der Bildungsmesse seine Feuertaufe bestanden. Dort ging die Eröffnungsveranstaltung über die Bühne, danach wurde der 650 Quadratmeter große Saal für eine Tagung des Gesamtelternbeirats umgebaut (siehe Infokasten).

Es gibt auch eine neue Verbindung zu den drei bestehenden Konferenzräumen der Donauhalle. Eine weitere Neuerung ist die alternative Nutzung des Stuhllagers des Donausaals als Catering-Küche bei Großveranstaltungen. Bisher musste für das Catering in der Donauhalle, die auch von Unternehmen für große Betriebsversammlungen herangezogen wird, eine mobile Küche im kleinen Saal aufgebaut werden.

Seit der Fertigstellung des Hotels kommen immer mehr Anfragen für den Donausaal "über die Hotelschiene", berichtet Eilts. Die Kombination mit dem Lago verschaffe der Ulmesse eine "verstärkte Aufmerksamkeit". So sei eine Anfrage der Siemens-Haustechnik für eine Tagung eingegangen. Bisher sei das Umfeld der Ulmesse von Verbrauchermessen wie der Leben-Wohnen-Freizeit geprägt gewesen, die für 70 Prozent des Jahresumsatzes sorgen.

Die LWF und die Technorama lasten das Gelände mit seinen sieben Messehallen und der Donauhalle vollständig aus. Dazu kommen Bestellmessen wie von Lekkerland, Münz-, Spielwaren- und Second-Hand-Börsen bis hin zu Kaninchenschauen - außerdem Konzerte, der Landesposaunentag, der Einstein-Marathon. "Uns sind alle gleich willkommen", sagte Messechef Eilts.

Er muss zwangsläufig bereits mit der neuen Multihalle als Konkurrenz rechnen. Eilts weiß, dass diese Halle den Wettbewerb vor Ort gewaltig verschärfen wird. Aber schon heute habe die Ulmesse mit neuen Konkurrenten wie dem Kongresszentrum Heidenheim zu kämpfen.


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Autor: FRANK KÖNIG | 11.03.2010

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