Keine Spur von Mafia

Ausgerechnet die Tierschützer geben Entwarnung. Wenn Katzen spurlos verschwinden, könne nicht gleich von Diebstahl ausgegangen werden.

Die Geschichten halten sich hartnäckig. Von einer Katzen-Mafia ist die Rede, von brutalen Tierfängern, die sich unter dem Deckmantel von Kleidersammlungen tarnen und nur den Profit im Sinn haben. Angeblich sollen Katzen an Labors verscherbelt werden oder als Rohstoff für die Produktion von Rheumadecken und Innenfutter Verwendung finden. Gisela Kaiser, Vorsitzende des Münsinger Tierschutzvereins, bekommt immer mal wieder Anrufe von besorgten Katzenfreunden, die ihre Tiere als vermisst melden und das Schlimmste befürchten. "Gerade in den vergangenen Tagen sind verstärkt wieder Tiere verschwunden." Eine solche Häufung sei aber nicht ungewöhnlich. Wenn es wärmer wird, gehen Katzen auf Erkundungstour. Manche kehren erst nach Tagen zurück. "Leider vergessen die Leute oft, mir dann Bescheid zu geben." Auf jeden Fall rät sie allen, die Katzen tätowieren zu lassen, am besten in Verbindung mit der Sterilisation.

Die Betreiber des Tierregisters "Tasso" verweisen auf ihre Erfolgsquote: Jährlich können bundesweit 50 000 entlaufene Tiere wieder an ihre Besitzer zurückvermittelt werden. Dass an den kursierenden Horrorgeschichten etwas dran ist, wird nicht bestätigt. Und dennoch halten sie sich hartnäckig. Ein aktives Netzwerk steht hinter "tierdiebstahl.de", einer Plattform im Internet, bei der kriminelle Machenschaften nicht im geringsten angezweifelt werden. Gisela Kaiser kennt dutzende Seiten, auf denen gewarnt und angebliche dubiose Geschäftsverbindungen aufgedeckt werden. So lange es keine Beweise gibt, distanziert sie sich davon. vau

Info

Bei Fragen gibt Gisela Kaiser, Tierschutzverein Münsingen, Telefon: 0 73 81/36 34, weitere Auskunft.

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