Highspeed für Münsingen: Telekom baut Netz aus

Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich doppelt freuen: Die Telekom baut ihr Netz im Münsinger Vorwahlbereich 07381 aus und erhöht zugleich merklich das Tempo auf bis zu 100 Mbit/s.

Dazu wird das Unternehmen rund elf Multifunktionsgehäuse (MFG) aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Dadurch werden ein Teil der Kernstadt Münsingen sowie die Teilorte Auingen und Böttingen bis Ende 2016 Vectoring-fähig. Vectoring ist ein Datenturbo für das VDSL-Netz. Die Geschwindigkeit wird von bisher 6 bis 16Mbit/s jetzt auf bis zu 100 Mbit/s hochgehen. Beim Heraufladen sind bis zu 40 MBit/s möglich.

Welche Geschwindigkeit beim jeweiligen Anschluss konkret verfügbar ist, hängt unter anderem von der Entfernung zum neu aufgestellten Multifunktionsgehäuse ab. Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. Deshalb werden die MFG über das Ausbaugebiet verteilt. Im Ausbaugebiet in Münsingen sollen rund 90 Prozent der Haushalte Bandbreiten von mindestens 50 MBit/s erhalten. Das neue VDSL Netz wird Anfang Dezember 2016 fertig gestellt sein und in Betrieb gehen.

„Das Internet ist für Familien und Unternehmen heute ein Muss“, sagt Mike Münzing, Bürgermeister von Münsingen. „Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen.“

„Wir wissen, wie wichtig schnelle Anschlüsse sind und deshalb bringen wir Jahr für Jahr mehr Menschen ins schnelle Internet als jedes andere Unternehmen, sagt Winfried Hörmann, Regio-Manager der Telekom Deutschland. Dafür investieren wir allein in Deutschland jedes Jahr bis zu vier Milliarden Euro“.

Es gibt drei Schritte zum schnellen Internet. Erstens: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse (MFG), die großen grauen Kästen am Straßenrand, wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70 000 Euro pro Kilometer, falls Tiefbau nötig ist.

Zweitens: Die Multifunktionsgehäuse werden mit moderner Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Dort werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben.

Drittens: Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird durch Vectoring-Technik schneller. Vectoring beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich. Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Die Telekom setzt beim Netzausbau auf einen Technologiemix aus Festnetz und Mobilfunk. So bietet die Telekom beispielsweise einen Hybrid-Router an, der Bandbreite aus beiden Netzen bündelt. Das Ziel: Der Kunde soll immer und überall die bestmögliche Verbindung erhalten. Daher wird bis Ende 2016 die Zahl der VDSL-fähigen Haushalte von 12 auf 24 Millionen erhöht. Bis Ende 2018 werden 95 Prozent der Bevölkerung den neuen Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s nutzen können. Das ist auch für die Versorgung rund um Münsingen von besonderer Bedeutung: Denn mit einem speziellen Hybrid-Router können schon heute die Bandbreiten von Festnetz und Mobilfunk gebündelt werden. Im gleichen Zeitraum wird das Festnetz auf dem Internet Protokoll laufen und damit noch mehr Sicherheit und Komfort für die Kunden bieten.eb

Info Interessenten für einen neuen Anschluss können sich über die kostenlose Hotline 0800 330 3000 oder auf www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife informieren und vorab registrieren lassen.

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