Ein neuer Blick auf echte "Klassiker"

Das ZDF plant fünf Sendungen mit dem Arbeitstitel "Nelsons gute Landküche". Starkoch Nelson Müller sucht klassische Gerichte und arrangiert sie neu. Jetzt entstand auf der Alb das Filmmaterial für die erste Folge.

RALF OTT |

Filmaufnahmen für das ZDF: An mehreren Orten drehte eine Produktionsfirma in dieser Woche Szenen für die erste Folge einer für den Herbst geplanten fünfteiligen Reihe mit Starkoch Nelson Müller. Mit von der Partie waren mehrere Akteure aus der Region, unter anderem vom Hof Brunner in Münzdorf. Zusammen mit ihrer Mutter Lore Herter und Tochter Caroline ließ sich Traudl Brunner in der von ihrer Familie geführten "Baurastub" im früheren Gasthaus Löwen in Hayingen bei der Zubereitung der schwäbischen Spezialität schlechthin, nämlich Maultaschen, filmen. Das Trio arbeitete dabei Hand in Hand und verwendete ein Originalrezept von Lore Herters Mutter, der ersten Löwen-Wirtin. Dieses Rezept sorgte auch für den Kontakt zum ZDF. "Ich habe es bei einem Wettbewerb des Bundesverbands Urlaub auf dem Bauernhof eingereicht", erinnert sich Traudl Brunner. So wurde TV-Produzentin Kathrin Dapper auf die Münzdorferin aufmerksam. Geplant ist von Seiten des ZDF, fünf Regionen Deutschlands unter die Lupe zu nehmen, wobei jeweils eine typische Spezialität ausgewählt und vor Ort zubereitet wird. Dabei kommt der Essener Sternekoch und TV-Star Nelson Müller, bekannt unter anderem durch seine ZDF-Sendung "Küchenschlacht" oder das neue Format "Der Party-Profi", als aufmerksamer Beobachter und Akteur ins Spiel. Er bereist für die 45-minütigen Folgen die ausgewählte Region und erkundet sie unter kulinarischen Aspekten. Für die erste Ausgabe der Reihe mit dem Arbeitstitel "Nelsons gute Landküche" haben sich das ZDF und die Produktionsfirma "Story House Media Group" die Münsinger Alb als Ziel auserkoren. Es war wiederum Traudl Brunner, die den Filmleuten gute Kontakte verschafft hat. "Wir hatten extremes Glück, dass wir eine so tolle Familie gefunden haben", freut sich Produktionsassistentin Anne Klein. "Die Leute dürfen keine Angst vor der Kamera haben", erläutert sie. Sehr schön sei, dass für die Herstellung der Maultaschen drei Generationen Hand in Hand gearbeitet haben.

Doch die Alb bietet natürlich noch weitere Filmziele. So standen am Montag beispielsweise eine Kräuterwanderung mit Annegret Müller-Bächtle sowie ein Besuch bei den Alb-Büffeln von Willy Wolf auf dem Drehplan, am Dienstag ein Abstecher zum Ehinger Bauernmarkt sowie ein von Müller zubereitetes Essen für die Akteure auf Burg Derneck. Weitere Stationen waren der Hof Brunner, ein Besuch bei Winzer Jörg Geiger in Schlat sowie in der Hofkäserei Rauscher in Ödenwaldstetten.

"Mir macht es sehr viel Spaß in meine alte Heimat zu kommen", sagte Müller im Gespräch mit unserer Zeitung. Aufgewachsen ist der gebürtige Ghanaer nämlich in Stuttgart - Ausflüge auf die Alb mit seinen Pflegeeltern waren in seiner Jugend selbstverständlich. Müller ist Kochprofi und zwar nicht nur vor der Kamera, sondern er betreibt in Essen das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant "Schote". Die Arbeitsweise vor der Kamera unterscheidet sich vom Betrieb in der Restaurantküche, räumt er ein. "Hier wird ein Arbeitsschritt nach dem anderen gedreht, es muss nicht alles auf die Minute genau fertig werden", so Müller.

Die Kontakte mit den Menschen in den jeweiligen Regionen dienen ihm als Inspiration. "Mein Ziel ist, die traditionellen Gerichte, die ich in den Regionen kennenlerne, aufzunehmen und neu zu interpretieren". Ideen liefern ihm beispielsweise auf der Alb die Kräuterwanderung oder der Besuch bei Willy Wolf. "Vielleicht lässt sich auch die Herstellungstechnik verändern", fügt er mit Blick auf denkbare weitere Veränderungen hinzu.

Info
Die Reihe mit Nelson Müller wird ab September jeweils am Sonntagnachmittag zu sehen sein.

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