Die Mobilität erhalten
Münsingen. Großen Anklang fand der Patienteninformationstag am Samstag in der Albklinik. Zahlreiche Besucher aus der Region informierten sich über moderne Schulter-, Hüft- und Kniegelenks-Endoprothetik.
Gelenkverschleiß, Arthrose und daraus resultierende notwendige Gelenkersatzoperationen sind ein großes Thema in der Bevölkerung. Der Patienteninformationstag bot eine umfassende Gelegenheit, sich dieser Thematik zu nähern, Informationen einzuholen und Fragen von kompetenten Fachleuten beantworten zu lassen.
Die veranstaltende Abteilung Unfallchirurgie hatte mit Chefarzt Dr. Klaus Kolb sowie den Oberärzten Dr. Eberhard Rall und Dr. Endre Wenczel drei erfahrende Operateure vor Ort, die in interessanten Fachvorträgen über moderne Operations- und Therapiemethoden informierten und die vielen Fragen der Besucher umfassend beantworten konnten.
Lebensnah, gut verständlich und durch humoristische Anmerkungen aufgelockert gingen sie auf Entstehung, Symptomatik, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten im Bereich der Endoprothetik ein, informierten über konservative und operative Therapiemethoden, klärten über Risikofaktoren und Nachsorge auf und nahmen vielen die Schwellenangst vor der Thematik. Die Erhaltung der Mobilität ist ein wichtiger Gesichtspunkt der relativ großen Gruppe der Betroffenen, die sich mit anstehenden Operationen beschäftigen muss, wusste Chefarzt Dr. Klaus Kolb. Viele Patienten durchleben oft eine jahrelange Krankheits- und Leidensgeschichte, bevor sie den Schritt zur Operationsberatung wagen.
Die Albklinik bietet in einer Spezialsprechstunde umfassende Beratung im Bereich Endoprothetik an, in der die Patienten den richtigen Ansprechpartner finden. Das Operationsangebot der Klinik wurde neben Hüft- und Kniegelenksprothesen auf das Behandlungsfeld der Schulterendoprothetik erweitert, was den Betroffenen der Region eine heimatnahe Behandlung gewährleistet und durch vermehrtes Etablieren vor Ort lange Wege vermeidet.
Umrahmt wurde der Informationstag von einem großen Angebot an Ausstellern. An Infoständen rund um das Thema konnten sich die Besucher hautnah mit den verschiedenen Prothesen beschäftigen. Materialien anschauen, anfassen, ausprobieren, sich unverbindlich informieren, Operationsmethoden abwägen, diskutieren und verstehen - das war für viele der Einstieg in die Materie.
So auch für ein Ehepaar, das sich mit Infomaterial eindeckte, um sich zuhause eingehender damit zu beschäftigen: "So eine Veranstaltung nimmt einem die Angst", äußerten sie lobend. Stets umlagert war der Stand der Firma Stryker, an dem die modernsten und innovativsten Hüftgelenksimplantate aus verschiedensten Materialien zu sehen waren. Unterschiedliche Größen bieten individuelle Anpassungsmöglichkeiten, um den bestmöglichsten Bewegungsumfang zu erhalten. "Die Patienten möchten nach Möglichkeit ihre Beweglichkeit erhalten, ihr Leben gewohnt und uneingeschränkt weiterleben", erläuterte die Medizinprodukteberaterin der Firma.
Ebenfalls begehrt waren die Kniegelenksmodelle der Firma Zimmer, welche Vorher- Nachher-Situationen ebenso aufzeigten wie verschiedene Operations-Methoden, die Möglichkeiten zur Korrektur von Fehlstellungen oder Aufbaumodelle zur optimalen Straffung und Stabilität des Bandapparats.
Das Sanitätshaus Hermann war mit einer umfassenden Ausstellung ihres zum Thema passenden Spektrums an Hilfsmitteln vor Ort: Hüftprotektoren, Kniebandagen Greifzangen, Gehhilfen und Rollatoren, Keil- und Ballkissen oder Therapiebänder - Gegenstände, die vor oder nach einem Eingriff das Leben erleichtern. Auch eine Herstellerfirma von Spezialorthesen stellte ihre Produkte vor, die Physiologieabteilung der Albklinik informierte über krankengymnastische Behandlungsziele und weiterführende Maßnahmen nach der Operation. Und natürlich standen als Ansprechpartner die drei Chirurgen zu persönlichen Gesprächen bereit, in welchen die individuellen Anliegen und Fragen der Besucher Raum fanden.
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Autor: HEIKE FEUCHTER | 09.02.2010
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Viele Interessierte sind zum Informationstag in die Albklinik gekommen. Fotos: Heike Feuchter
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