Vorleser für die Bad Uracher Lesenächte gesucht

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Das Orga-Team unter Stiftslinde: Heidemarie Pfeiffenberger, Kulturreferent Thomas Braun, Büchereileiterin Silke Schönherr und Diakon Martin Schmid.  Foto: 

Literatur genießen am Fuße der schönen Linde und umgeben von historischen Mauern, derweil sich der blank geputzte Abendhimmel in sommerlicher Gelassenheit über die Grafenstadt spannt: So haben es sich die Macher der Bad Uracher Lesenächte im Stiftshof vorgestellt – so soll es auch in diesem Jahr wieder sein.

Zwischen dem 3. und dem 8. Juli öffnet das ehrwürdige Stift wie gewohnt seine Tore, das Wetter ist längst bestellt – fehlen nur noch zwölf Vorleser, die aus den sechs Sommerabenden nicht nur ein sinnliches, sondern auch ein literarisches Vergnügen machen. Das Konzept der Lesenächte, inspiriert durch ähnliche Veranstaltungen in der Region, sieht es auch in diesem Jahr wieder vor, dass an jedem der Abende zwei „gewöhnliche Vorleser für gewöhnliche Zuhörer“ Texte von je 30 Minuten Dauer lesen, die sie zuvor selbst ausgewählt haben. Das aber freilich nicht aufs Geratewohl, sondern entlang einer Themenklammer. In diesem Jahr lautet sie: „Ein unerwartetes Ende.“

Kleines Vorlese-Casting

Ob Kurzgeschichten, Krimis, ausgewählte und sich selbst erklärende Passagen aus Romanen oder aber Lyrik – der Fantasie und den Neigungen der Vorleser sind (fast) keine Grenzen gesetzt: „Im Idealfall aber abgeschlossene Geschichten“, so Kulturreferent Thomas Braun. Er gehört, wie Diakon Martin Schmid, Büchereileiterin Silke Schönherr und Heidemarie Pfeiffenberger zum Vorbereitungsteam.

Auf Werke aus der eigener Feder möchte es verzichten, nicht aber auf ein kleines Vorlesecasting samt Coaching am 7. Juni. Denn für fast wichtiger als die Textauswahl („gerne etwas leichtes“) hält Ideengeberin Heidemarie Pfeiffenberger, wie auch Braun, die Gabe, vor Publikum und nicht etwa nur auf der Kinderbettkante vorlesen zu können. Platz nehmen dürfen die Vorleser stattdessen auf dem Podium und auf dem historischen Ledersessel. Auf Wunsch wird die Stimme elektronisch verstärkt, schließlich gilt es Literaturfans zu erreichen, deren Zahl an witterungsstabilen Abenden durchaus ins Dreistellige wachsen kann. Doch selbst wenn Wetterunbilden drohen, steht wieder der stiftseigene und wohl nicht minder lauschige Gewölbekeller parat. Kühle Getränke und vielleicht das ein oder andere Häppchen gibt’s in beiden Fällen.

Ein Erfolgsmodell

Die Lesenächte haben sich seit ihrer Erstauflage vor 13 Jahren längst etabliert. Kulturreferent Braun spricht von einem Erfolgsmodell. Von Berufswegen kümmert er sich um zahlreiche Kulturevents in der Stadt, die Lesenächte zählt er aber zu seinen Lieblingen: „Das macht mir am meisten Spaß“, sagt er und erklärt, „sie sind offen für jeden der Spaß am Lesen und Vorlesen hat.“ Für Diakon  Schmid, den Gastgeber der Lesenächte im Stift, ist es vor allem die schlichte und reduzierte Form, die im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen das ganz besondere Flair ausmache.

Wer Lust und Interesse hat, zwischen dem 3. und 8. Juli, kurze Geschichten vor Publikum zu lesen, der kann sich ab jetzt melden. 

Entweder in der Bücherei und bei Silke Schönherr, unter (0 71 25) 15 65 80, oder via E-Mail: stadtbuecherei@badurach.de.

Ansprechpartner ist auch Kulturreferent Thomas Braun. Er ist erreichbar unter (0 71 25) 15 65 70 oder unter thomas.braun@bad-urach.de.

Infos zum Lese-Casting am 7. Juni folgen. wag

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