Wieder Uhren erbeutet

Zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit ist am nördlichen Münsterplatz ein Juwelierladen überfallen und ausgeraubt worden. Die Polizei fahndet nach den Tätern, der Besitzer und sein Team sind "völlig fertig".

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Der Schock beim Inhaber eines Juwelierladens und seinen Mitarbeitern sitzt tief. Zum zweiten Mal innerhalb von genau zwei Wochen ist das exklusive Geschäft am nördlichen Münsterplatz überfallen und ausgeraubt worden. "Ich kann dazu jetzt gar nichts sagen", sagt der Juwelier, der gleichermaßen fassungs- wie sprachlos ist. Er konnte am Telefon gerade noch den Wunsch äußern, dass die Täter möglichst schnell gefasst und entsprechend bestraft würden.

Kurz nach elf Uhr waren zwei Männer in das Juweliergeschäft getreten und haben nach Angaben der Polizei den Anschein erweckt, bewaffnet zu sein. Während einer der beiden nach Beschreibung des Verkaufspersonals "osteuropäisch wirkenden Männer" mit der gestreckten Hand in der Jackentasche die Mitarbeiter in Schach hielt, räumte dessen Komplize derweil die Auslage aus.

Vor allem hochwertige Uhren wurden in eine schwarze Umhängetasche und in eine blaue Sporttasche aufgeteilt, mit denen die Täter nach kurzer Zeit zu Fuß in Richtung Kramgasse und Neue Mitte flüchteten. Über den Wert der erbeuteten Gegenstände gibt es keine Angaben.

Die Polizei spricht von der "gleichen Vorgehensweise" wie bei dem Überfall zwei Wochen zuvor. Auch die Beschreibung der Täter weiße große Ähnlichkeiten auf. Ob es sich dabei allerdings tatsächlich um dieselben Personen handelt, kann die Polizei zum derzeitigen Stand der Ermittlungen nicht sagen. Sofort nach der Alarmierung setzte eine große Fahndung ein, die von der Neu-Ulmer Polizei unterstützt auch auf der bayerischen Donauseite durchgeführt wurde.

Einer der beiden Täter soll auf der Flucht zumindest zeitweise ein Fahrrad benutzt haben. In der Neuen Mitte verliert sich die Spur der beiden allerdings. Bis zum Abend konnte die Polizei noch keine Erfolgsmeldung abgeben.

Die Großfahndung laufe aber weiter, hieß es aus dem Neuen Bau, dem Sitz der die Fahndung koordinierenden Polizeidirektion. Gesucht wird nach zwei etwa 1,80 Meter großen Männern, von denen einer schwarze Haare hat, während sein Komplize eine Mütze trug. Bekleidet waren sie mit hellen Jacken und Jeanshosen. Eine genauere Täterbeschreibung liegt nicht vor.

Auch bei dem Überfall vor zwei Wochen waren die Täter fast ausschließlich an hochwertigen Armbanduhren interessiert.

Damals war hinterher ein schwarzer Flip Flop gefunden worden, über dessen Bedeutung die Polizei noch rätselt. Ob er von einem der Täter mitgebracht und dann am Tatort verloren wurde oder schon vor dem Überfall im Juweliergeschäft lag, konnte bislang noch nicht geklärt werden.

Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte kommen nach Auskunft des Polizeisprechers nicht sehr häufig vor. Viel öfter versuchten Trickdiebe ihr Glück, denen es manchmal gelänge, ein oder zwei Einzelstücke zu erbeuten.

Bewaffnete Täter, die aber gleich die Auslage abräumten, sei eher die Ausnahme, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jürgens. Er hofft auf konkrete Hinweise von Zeugen an die Kriminalpolizei unter Telefonnummer (0731) 188-0.

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