Umbau und Sanierung

Die Weichen sind gestellt. Die Grund- und Werkrealschule in Heroldstatt wird im rechten Teil im Erdgeschoss umgebaut. Dort soll in Zukunft die Betreuung der Grundschüler vor und nach der Schule stattfinden.

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Im rechten Teil der Schule, im Untergeschoss, wird in Zukunft die Betreuung der Grundschüler vor und nach dem Unterricht stattfinden.  Foto: 

Das ehemalige Lehrerwohnhaus neben der Schule, in dem derzeit Erst- bis Viertklässler vor und nach dem Unterricht betreut werden, platzt aus allen Nähten (wir berichteten). Inzwischen sind dort 45 Kinder angemeldet. Die Verwaltung hat das Problem erkannt und bei einem Ortstermin Anfang des Jahres versprochen, den Ausbau des sogenannten "Verlässlichen Betreuungsangebotes" anzupacken.

Bereits im Vorfeld hatte der Leitende Schulamtsdirektor Wolfgang Mäder entsprechende Zahlen nach Heroldstatt übermittelt. Nach derzeitigem Stand werden im nächsten und im übernächsten Schuljahr die geforderte Mindestzahl von jeweils 16 Schülern nicht mehr erreicht. Sollte es wirklich soweit kommen, wie es die Prognose voraussieht, gibt es dort im Schuljahr 2017/2018 keine Werkrealschule mehr. Deshalb werden Räume frei, die nun umgebaut werden sollen.

"Unser Ziel ist es, die Betreuung im Gebäude zu integrieren. Wir streben eine einhäusige Lösung an", erinnerte Bürgermeister Ulrich Oberdorfer vergangenen Montagabend. Die Verwaltung hat in den letzten Wochen zusammen mit Rektorin Ursula Utzelmann und ihrem Kollegium, mit Jutta Wagner und ihrem Betreuungsteam sowie Architekt Volker Pfeiffer die ersten Pläne erarbeitet, die nun dem Gemeinderat präsentiert wurden.

Sie sehen unter anderem vor, dass im linken Gebäudeteil, wo sich die Klassenräume, die Büros der Schulleitung und des Sekretariates sowie das Lehrerzimmer befinden, im Wesentlichen alles beim Alten bleibt. Angedacht ist dort ein zweiter Rettungsweg, der über eine Rampe vom Obergeschoss aus ins Freie führt. Dazu müsste, nach Auskunft des Architekten, "das Gelände im rückwärtigen Teil modelliert werden". Insgesamt stehen dann neun Klassenzimmer zur Verfügung, sieben im Obergeschoss und zwei im Erdgeschoss. Der Werkraum wird aufgegeben. Das Lager und der Lehrmittelraum ziehen in das gegenüberliegende Haus um, in dem derzeit noch die Betreuung der Kinder ist.

Die soll nach dem Umbau im rechten Teil des Schulgebäudes im Untergeschoss stattfinden. Dort sind zwei neue Eingänge vorgesehen, um so "eine gewisse Distanz zum Schulbetrieb zu erreichen" (Oberdorfer). Die ehemalige Turnhalle im Seitenflügel wird zur Aula/Mensa umfunktioniert. Die Schulküche und der Essensraum werden zu Ruhe-, Kreativ- und sogenannte Flex-Räumen umgestaltet. Außerdem sind separate Toiletten für die Kinder und die Betreuerinnen sowie ein Büro vorgesehen.

Im Zuge der Umbauarbeiten, für die inzwischen rund eine halbe Million Euro im Haushalt eingestellt wurden, möchte die Verwaltung das komplette Dach erneuern und eine Fotovoltaikanlage installieren. Außerdem wurde die Erneuerung der Heizung angesprochen.

"Mit diesem Vorentwurf kann man sich anfreunden", stellte Gemeinderat Rudolf Weberruß zufrieden fest. Von "einer guten Lösung" sprach Dietmar Frenzel.

Ob das Dach wirklich saniert werden müsse, stellten indes einige Ratsmitglieder infrage. Michael Schaaf regte an, diesen Posten auf alle Fälle mit in die Planung einzubeziehen, um gegebenenfalls an Zuschüsse zu kommen. Hans Barth fragte nach, ob der Serverraum unbedingt verlegt werden müsse? Das koste doch nur viel Geld, gab er zu bedenken.

Kämmerer Werner Zimmermann erinnerte daran, dass sich erst in einer der nächsten Sitzungen entschiede, was in die Tat umgesetzt werde und was nicht. Anhand der Vorplanung arbeitet das Architekturbüro jetzt eine Entwurfsplanung aus.

"Erst wenn die vorliegt, entscheidet der Gemeinderat. Und dann werden die entsprechenden Zuschussanträge gestellt", so Zimmermann. Wenn alles nach Plan läuft, sind laut Oberdorfer die Umbauarbeiten bis zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 abgeschlossen.

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