Solarpark geht in Betrieb

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EnBW-Kommunalberater Markus Mayer erläuterte am Sonntag bei der Einweihung des Solarparks dem SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Gerster, EnBW-Regionalleiter Thomas Stäbler, der OEW-Geschäftsführerin Barbara Endriss und Riedlingens Bürgermeister Marcus Schafft  (von rechts) die Arbeitsweise der Freiflächen-Photovoltaikanlage.  Foto: 

Als „kleines Energiedorf“ stellte Ortsvorsteher Stefan Hörmann am Sonntag Zwiefaltendorf vor. Der 405-Einwohner-Teilort Riedlingens feierte die offizielle Inbetriebnahme des 7,2 Hektar großen Solarparkes an der Bahnlinie, die 5,27 Megawatt Strom liefert. Die Energieversorgung Baden-Württemberg als Projektentwickler schenkte dabei Einblick in die Freiflächen-Photovoltaikanlage und viele nahmen das Angebot wahr.

Bei dem morgendlichen Festakt wurde das gute Miteinander aller am Projekt Beteiligter betont. Der Leiter des Regionalzentrums Oberschwaben der EnBW AG, Thomas Stäbler,  bezeichnete den Solarpark als Beitrag zum Klimaschutz.  Riedlingen habe sich sehr früh auf den Weg zur nachhaltigen Stadt gemacht. Ein Teil des Leitbildes könne man jetzt am „Energiewendetag“ feiern.

Bürgermeister Marcus Schafft bestätigte, der Solarpark Zwiefaltendorf bringe die „nachhaltige Stadt“ einen deutlichen Schritt voran, wobei Riedlingen schon unter seinem – ebenfalls anwesenden – Amtsvorgänger Hans Petermann an dem Thema dran gewesen sei. Schafft beklagte zur Energiewende, das der Bund Entscheidungen treffe, ohne den Kommunen die Finanzierung zu sichern, erkannte darin aber auch die Chance der Dezentralisierung aus den Ballungsräumen heraus. Sie schaffe Arbeitsplätze und habe wirtschaftliche Bedeutung.

Ortsvorsteher Hörmann unterstrich, der Ortschaftsrat habe es sich nicht leicht gemacht bei seinem einstimmig gefassten Beschluss  und Vor- und Nachteile für Bevölkerung und Dorf abgewogen. Mit zu der Entscheidung beigetragen habe, dass die Fläche in Zwiefaltendorf die einzige genehmigungsfähige aller untersuchten Standorte in der Gesamtstadt war und gut in das Leitbild der nachhaltigen Stadt passe.

„Wir wollten diesem Leitbild quasi ein Gesicht geben“. Er ging auf Widerstände ein und erklärte dazu, das Ackerland könne rückstandslos zurückgebaut werden, der Solarpark produziere Energie ohne Abfallprodukte und er hielt vor Augen: Um die gleiche Menge an Energie mit Biomassekraftwerken zu erzeugen, muss die zehnfache Fläche an Biomasse angebaut werden.

Die Belange des Naturschutzes seien mehr als erfüllt worden, versicherte er. In der Installation einer E-Bike-Station in der Ortsmitte und einer Bepflanzung mit Bäumen am Wegrand sah er zudem eine Aufwertung für den Donauradwanderweg. Stolz sei man darauf, dass  Zwiefaltendorf mit Solarpark und fünf Wasserturbinen an der Zwiefalter Aach rein rechnerisch rund 2000 Haushalte oder 6000 Einwohner mit Strom versorgen könne und das als Dorf mit 405 Einwohnern in 140 Haushalten. Wichtig war nicht  nur Hörmann die Bürgerbeteiligung an dem Solarpark. Er wünsche sich, dass die Bürgerenergiegenossenschaft und die EnBW dafür ein  Beteiligungspaket schnüren könne.

Als mustergültig bezeichnete Manfred Storrer als Vertreter von Landrat Dr. Heiko Schmid die Abstimmung zwischen der EnBW, der Stadt Riedlingen und des Landratsamtes Biberach, das des  Landschaftsschutzes und des Naturschutzes wegen in das Projekt eingebunden war. Die Freiflächen-Photovoltaik werde an Bedeutung gewinnen, zeigte er sich überzeugt, da die Windenergie im Landkreis Biberach nicht den ursprünglich angedachten Stellenwert einnehme. Den Solarpark Zwiefaltendorf nannte er ein gelungenes Beispiel, die regenerativen Energien auch bei der Photovoltaik voranzubringen. Er ist der bisher einzige im ganzen Landkreis Biberach.

Der Leiter der Projektentwicklung für Photovoltaik bei der EnBW AG, Thorsten Jörß, nannte ihn ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie ein großer lokaler Beitrag zur Energiewende möglich gemacht werden könne. Mit 5,27 Megawatt werde er in den nächsten Jahren viel klimaschonenden Solarstrom erzeugen.

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