Kinderhaus wird teurer

Auch im Kinderhaus in Heroldstatt verteuern sich von September an die Benutzergebühren. Die Gemeindeverwaltung spricht von einer "moderaten Anpassung der Preise" in Höhe von fünf bis neun Prozent.

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142 Jungs und Mädchen werden im Kinderhaus Heroldstatt, das als Vorzeigeobjekt gilt, derzeit betreut. Foto: Joachim Lenk

In Heroldstatt gibt es seit knapp drei Jahren das Kinderhaus. Dort werden nicht nur Einheimische, sondern auch Jungs und Mädchen aus Ingstetten, Justingen, Westerheim, Suppingen, Magolsheim und Laichingen betreut. Insgesamt stehen sieben Betreuungsmodelle zur Auswahl. Die Eltern können von Montag bis Freitag ihre Schützlinge von 6.45 bis 17 Uhr ins Kinderhaus bringen.

Zum zweiten Mal seit Eröffnung der Kindertagesstätte werden von September an die Benutzungsgebühren erhöht. Zwischen fünf und neun Prozent betrage die Teuerungsrate, teilte Kämmerer Werner Zimmermann dem Gemeinderat mit. Die Festlegung der Elternbeiträge sei auf Grundlage der gemeinsamen Empfehlungen des Gemeindetages Baden-Württemberg mit den Kirchen (Evangelische Landeskirche Württemberg und Diözese Rottenberg-Stuttgart) erfolgt. Der Kinderhausausschuss und der Elternbeirat des Kinderhauses sei bereits über die neuen Preise informiert worden. Von beiden Gremien habe es keine Einwände gegeben, so Zimmermann.

So kostet zum Beispiel ein Kind, das in der Regelgruppe (30 Stunden pro Woche) ist, 102 Euro anstatt wie bisher 95 Euro. Bei zwei Kindern in einer Familie sind in Zukunft 81 Euro anstatt 75 Euro fällig. Für die Kleinkindbetreuung wird von September an 300 Euro anstatt 275 Euro verlangt. Das verlängerte Vormittagsangebot beinhaltet eine Betreuungszeit von 35 Stunden pro Woche. Der Kostenersatz für das Mittagessen bleibt bei 3 Euro pro Mahlzeit. Aufgrund der Konzeption mit einer durchgehenden Betreuungsmöglichkeit geht Kämmerer Zimmermann davon aus, dass das Kinderhaus auch in der Ferienzeit "nicht einen ganzen Monat" geschlossen wird.

Derzeit spielen im Kinderhaus 142 Jungs und Mädchen, 24 davon sind jünger als drei Jahre. 29 Angestellte, darunter drei Integrationsbeauftragte und eine Sprachförderin, kümmern sich um die Kleinen. Rund 1,1 Millionen Euro verschlingt der Betrieb im Jahr. Durch Elternbeiträge, Zuschüsse vom Land und einem Anerkennungsbeitrag der drei örtlichen Kirchengemeinden sind etwa 60 Prozent der Kosten gedeckt. Den Rest, rund 430 000 Euro, übernimmt die Gemeinde, informierte Bürgermeister Karl Ogger. Dieses einzigartige Projekt hat sich im Süden der Republik herumgesprochen - dank des Gemeindetags, der das Kinderhaus als "Vorzeigeobjekt" angepriesen hat. Kein Wunder, dass kein Monat vergeht, in dem nicht ein Bürgermeister mit seinem Gemeinderat und Kirchenvertretern in Heroldstatt vorbeischaut.

So zum Beispiel Christoph Enderle aus Loßburg (Landkreis Freudenstadt), der "hellauf begeistert ist". Es sei beispielhaft, wie die Gemeinde die drei Betriebsträger unter einen Hut bekommen habe. Die Idee, den Gymnastikraum so zu konzipieren, dass er über eine separate Türe von örtlichen Vereinen zu nutzen ist, findet er "einfach spitze". Das hat er der Gemeinde in einem Schreiben mitgeteilt.

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