Hohe Investitionen

Auch 2011 hat Heroldstatt trotz Investitionen in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro wieder vorbildlich gewirtschaftet. Laut Jahresrechnung mussten keine Kredite aufgenommen werden, die Gemeinde ist schuldenfrei.

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Kämmerer Werner Zimmermann spricht von einem "sehr guten Abschluss und einem Topergebnis". Mit dieser Superlative übertreibt er wahrlich nicht. Im siebten Jahr in Folge ist die Gemeinde schuldenfrei. Obwohl Heroldstatt auch im vergangenen Jahr wieder kräftig investiert hat, immerhin rund 2,2 Millionen Euro, konnten trotzdem knapp 660 000 Euro als Zuführung an den Vermögenshaushalt verbucht werden. Das drittbeste Ergebnis in den vergangenen zehn Jahren, so der Kämmerer.

Das Volumen der Jahresrechnung beträgt 9,2 Millionen Euro. 6,9 Millionen umfasst der Verwaltungshaushalt, 2,3 Millionen der Vermögenshaushalt. Insgesamt ergaben sich in allen Bereichen Verbesserungen gegenüber der Haushaltsplanung, so Zimmermann. Darüber hinaus konnten die Rücklagen und die Sonderrücklagen noch einmal erhöht werden. Der Stand zum 31. Dezember 2011 betrug stolze 1,56 Millionen Euro.

Das Kinderhaus hat haushaltstechnisch das vergangene Jahr geprägt. 2011 war das erste Betriebsjahr von Januar bis Dezember. "Wir lagen mit unseren Vorausberechnungen richtig", stellte Bürgermeister Karl Ogger zufrieden fest. "Die Jahresrechnung belegt das sowohl hinsichtlich der Einnahmen als auch der Ausgaben."

Derzeit spielen dort 139 Jungs und Mädchen, 39 davon sind jünger als drei Jahre. 29 Angestellte, darunter vier Integrationsbeauftragte und eine Sprachförderin, kümmern sich um das Wohl der Kinder. Rund eine Million Euro verschlingt der Betrieb im Jahr. Durch Elternbeiträge, Zuschüsse vom Land und einem Anerkennungsbeitrag der drei örtlichen Kirchengemeinden sind etwa 60 Prozent der Kosten gedeckt. Den Rest in Höhe von 400 000 Euro übernimmt die Gemeindekasse.

2011 wurden planerisch auch die Weichen für die innere Erschließung Breithülens gestellt. Heuer ist die Neue Siedlung an der Reihe, kommendes Jahr die Hofsiedlung. Der Erwerb von Grundstücksflächen, die die Gemeinde für die Um- und Neugestaltung der Wohnsiedlung benötigt, war ein weiterer Schwerpunkt. Außerdem erinnerte Ogger an das ehemalige Remontedepot, das die Verwaltung kaufte, um es wenig später an die Schuhfabrik Vitaform weiter zu veräußern.

Obwohl mehr als eine Million Euro für Breithülen lockergemacht wurde, blieb noch Geld für die Neugestaltung der Garten- und Breitenstraße sowie der Schlenkgasse. Außerdem wurde der Hochbehälter Heroldstatt neu gebaut.

Feuerwehr und Bauhof erhielten jeweils ein neues Fahrzeug, erinnerte Ogger. Auch die Einwohner konnten sich freuen: die Gebühren- und Steuerhebesätze blieben unverändert.

Deshalb haben wohl auch Bürger, Firmen und Banken im vergangenen Jahr relativ viel Geld für gemeindliche Zwecke gespendet. Knapp 14 000 Euro sind auf das Gemeindekonto überwiesen worden.

Gemeinderat Rudolf Weberruß sprach von einem "hervorragenden Zahlenwerk". Er lobte ausdrücklich "Finanzminister" Zimmermann und Verwaltungschef Ogger. Ohne deren "tadellose Arbeit" stünde die Gemeinde vermutlich nicht so gut da, so Weberruß.

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