Für die Mitmenschen

Jetzt ist es amtlich: Die Fördergemeinschaft "Sorge für den Mitmenschen" steht unter einer neuen Trägerschaft. Die Vereinbarung wurde am Freitag im Rathaus Heroldstatt unterschrieben.

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Unterzeichnung der neuen Vereinbarung: Pfarrer Dr. Georg Nicolaus, Bürgermeister Karl Ogger, Einsatzleiterin Gerda Pflügner, Pfarrer Reinhold Rampf und Pfarrer Bernhard Küchle (v.l.) unterstützen die ökumenische Nachbarschaftshilfe. Foto: Privat

Im Oktober 2011 haben die drei örtlichen Kirchengemeinden - die Evangelische Kirchengemeinde Sontheim, die Evangelische Kirchengemeinde Ennabeuren sowie die Katholische Kirchengemeinde Ennabeuren - gemeinsam mit der Gemeinde Heroldstatt die "Fördergemeinschaft - Sorge für den Mitmenschen" gegründet. Die bürgerliche und die drei örtlichen Kirchengemeinden haben sich gemeinsam der Aufgabe angenommen, in Heroldstatt eine organisierte Nachbarschaftshilfe anzubieten. Bei der Gründung der Fördergemeinschaft "Sorge für den Mitmenschen" im Herbst 2011 wurde von den beteiligten Vertragspartnern die Evangelische Kirchengemeinde Sontheim als Trägerin bestimmt.

Nun stand ein Trägerwechsel an. Nach der vom Kirchenbezirk Münsingen beschlossenen Streichung der Pfarrstelle Sontheim und aus verschiedenen anderen Gründen, haben die Gemeinde Heroldstatt und die drei örtlichen Kirchengemeinden beschlossen, die Trägerschaft auf die Katholische Kirchengemeinde Ennabeuren zu übertragen.

Am Freitag wurde im Rathaus Heroldstatt die neue Vereinbarung über die Zusammenarbeit in der ökumenischen Nachbarschaftshilfe Heroldstatt unterzeichnet.

Unter dem Motto "Helfen, mithelfen, dabei sein" wurde im Herbst 2011 im Heroldstatt Bote erstmals für das Projekt "Nachbarschaftshilfe in Heroldstatt" geworben. Gleich bei der ersten Informationsveranstaltung hatten bereits 50 Personen ihre Unterstützung zugesagt. Aktuell hat die Fördergemeinschaft "Sorge für den Mitmenschen" 98 Mitglieder davon 55 Familienmitgliedschaften und 43 Mitgliedschaften von Einzelpersonen.

Auch die Suche nach Einsatzkräften, die aktiv in der Nachbarschaftshilfe mitarbeiten wollen, war erfolgreich: Zehn engagierte Frauen und Männer haben ihre Bereitschaft erklärt, stundenweise individuelle und praktische Hilfe zu leisten. Die Helfer erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung, die sich nach den Richtlinien der Caritas und der Kirchlichen Verwaltungsstelle Ulm richten. Zur Finanzierung des Einsatzes wird eine sozialverträgliche Gebühr in Höhe von zurzeit 9,25 Euro pro Einsatzstunde erhoben.

So sind nun alle Voraussetzungen gegeben. Die organisierte Nachbarschaftshilfe der ökumenischen Fördergemeinschaft "Sorge für den Mitmenschen" kann - nach längerer Gründungsphase - nun starten. Darüber freut sich auch Gerda Pflügner, die als Einsatzleiterin die Einsätze koordiniert und gleichermaßen Ansprechpartnerin für die Helfer wie auch für die Hilfesuchenden ist. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem auch die Beratung der Hilfeempfänger beziehungsweise deren Angehörigen bei Kostenübernahmeregelungen durch Behörden, Ämter und Krankenkassen. Fragen und Planungen der Fördergemeinschaft werden in einem gemeinsamen Beirat behandelt, dem je ein Vertreter der drei Kirchengemeinden und ein Vertreter der Gemeinde Heroldstatt, sowie Einsatzleiter, Rechnungsführer und Schriftführer angehören. Insbesondere Fragen des Ausbaus der Hilfsmöglichkeiten sowie die Gewinnung von Mitarbeitern und Förderern gehören zum Aufgabenbereich des Beirats.

In einem Flyer der Fördergemeinschaft wird über die Angebote und Leistungen der Nachbarschaftshilfe informiert. Diese sind vielseitig, bedarfsorientiert und breit gefächert. Hilfe und Unterstützung im Alltag können angefragt werden insbesondere vonälteren Menschen, Kranken, Behinderten, Familien und Alleinerziehenden. Die Helfer unterstützen in vielen Fällen bei der Hausarbeit, beim Einkaufen, bei der Kinderbetreuung, der Hilfe nach Krankenhausaufenthalten, bei der Gartenpflege und bei Arztbesuchen und Behördengängen. Hilfs- und Pflegedienste werden dadurch nicht ersetzt. Es geht um Gespräche und Begleitung. Zur Sicherstellung der fachlichen Unterstützung und der Weiterentwicklung der Nachbarschaftshilfe wird die Fördergemeinschaft Mitglied beim Fachverband "Zukunft Familie" und in der "Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Organisierte Nachbarschaftshilfe im Dekanat Ehingen-Ulm".

Info Weitere Infos bei Gerda Pflügner, Telefon: 0 73 89/6 96, E-Mail: h.pfluegner@t-online.de sowie bei Peter Reichert, Telefon: 0 73 89/90 88 90, E-Mail: peter.reichert@trost.com und im Pfarramt Westerheim, Telefon: 0 73 33/ 54 12, E-Mail: christkoenig.westerheim@drs.de

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