Friedensgebet

Mit einem Friedensgebet ist in Laichingen aller Opfer des Zweiten Weltkrieges gedacht worden. Anlass war der Besuch von Nachfahren britischer Soldaten.

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Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges: Rund 80 Gläubige beten in der Laichinger Albanskirche für den Frieden.  Foto: 

Premiere in der Albanskirche zu Laichingen am Dienstagabend. Zum ersten Mal gab es dort einen zweisprachigen Gottesdienst. Die Begrüßung und die Predigt hielt der evangelische Pfarrer Karl-Hermann Gruhler nicht nur in deutscher, sondern auch in englischer Sprache. Die Lieder wurden abwechselnd in Deutsch und in Englisch gesungen.

Grund war der Besuch mehrerer Engländer, die anlässlich des Absturzes einer britischen Lancaster vor 70 Jahren in Laichingen sind (wir berichteten). Der Gebetssatz von Franz von Assisi "Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens" war Motto der Andacht. "Friedensgebet - Prayer for Peace" konnten die 80 Gläubigen beider Nationen auf der Anzeigetafel lesen. "Wenn wir heute vor Gott stehen, dann gibt es nicht Briten oder Deutsche, Sieger und Verlierer, Gute oder Böse, Schuldige oder Unschuldige", sagte der Geistliche. "Wenn wir heute hier zusammen sind, dann als Menschen."

Im Gebet wurde "aller ungezählten Opfer aller Nationen des vergangenen Weltkrieges" gedacht. Und der Opfer des Holocaust, sagte Gruhler.

Er erinnerte daran, dass millionenfach Leid und Schmerz und unaussprechliche Gräueltaten von Nazi-Deutschland angezettelt worden waren. Der Gottesdienst verlief ohne Zwischenfälle.

Wie berichtet, hatte es im Vorfeld des Empfangs der Briten eine Drohung gegen den Laichinger Bürgermeister gegeben.

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