Die Verständigung wird klappen Giacomo Mastro nimmt Arbeit auf

Giacomo Mastro heißt der neue Flüchtlingsbeauftragte. Im Auftrag des Gemeindeverwaltungsverbandes Laichinger Alb ist er auch für Heroldstatt zuständig.

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Seit knapp zwei Monaten hat der Gemeindeverwaltungsverband Laichinger Alb zwei Flüchtlingsbeauftragte. Birgit Tegtmeyer kümmert sich seit dem 1. April um Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung in Laichingen und in Westerheim. Ihr Kollege Giacomo Mastro ist für Heroldstatt, Nellingen und Merklingen zuständig. Die beiden Vollzeitstellen sind vorerst auf drei Jahre befristet.

Er freue sich auf die neue Aufgabe und die damit verbundenen Herausforderungen, erzählt Mastro, als er sich in Heroldstatt die beiden neuen Häuser anschaut, die derzeit für die Anschlussunterbringung gebaut werden (wir berichteten).

Aktuell kümmert er sich um knapp 20 Flüchtlinge in den drei Gemeinden. Das ist aber nur die Ruhe vor dem Sturm. Mit der Fertigstellung der neuen Unterkünfte Heroldstatt und Nellingen, dort wird derzeit ein Haus für die Anschlussunterbringung gebaut, sowie der Ankunft der Neuankömmlinge in Merklingen, schießt die Zahl der zu betreuenden Menschen auf knapp 100.

"Bei meiner Arbeit handelt es sich in erster Linie eine Koordinierungs- und Orientierungstätigkeit", erklärt der Geislinger, der vergangenen Herbst in Politik und Verwaltungswissenschaft den Bachelor gemacht hat. Als "offener und kommunikativer Mensch" fühle er sich in seinem neuen Job "gut gerüstet". Mastro, der noch bis vor Kurzem als freier Mitarbeiter bei der Geislinger Zeitung arbeitete, sieht sich "als Bindeglied" zwischen den Asylbewerbern und den Gemeinden, den Helferkreisen, den Verwaltungen sowie den öffentlichen Einrichtungen. Als Beispiele nennt er das Landratsamt, das Rathaus, die Schulen sowie die Bundesagentur für Arbeit.

Mastro hilft den Flüchtlingen bei der Suche nach einem Praktikumsplatz oder einer Stelle und vermittelt für seine Schützlinge entsprechende Deutsch- und Integrationskurse in der Region. Außerdem schaut er danach, dass Familien mit Nachwuchs für ihre Jungs und Mädchen einen Platz im Kindergarten oder in der Schule bekommen.

"Die Eingliederung steht dabei an erster Stelle", so der Flüchtlingsbeauftragte, der den Asylbewerbern auch so alltägliche Dinge wie die Mülltrennung beibringt. Zudem tritt er als Vermittler auf, wenn es zwischen den Flüchtlingen und den Nachbarn "zu Missverständnissen" komme.

Natürlich steht der Geislinger nicht nur mit den Mitarbeitern der Rathäuser und des Landratsamtes in ständigem Kontakt. Auch ist er Ansprechpartner für die einzelnen Helferkreise, deren Arbeit er "sehr schätzt", wie er ausdrücklich betont. Und in welcher Sprache wird mit den Asylbewerbern gesprochen? Der gebürtige Deutsche, dessen Vater Italiener ist, ist nicht nur der deutschen und der italienischen, sondern auch der französischen, der spanischen und der englischen Sprache mächtig.

Seine offizielle Arbeitszeit ist von Montag bis Freitag. Wenn es Veranstaltungen oder Notfälle an den Wochenenden gibt, ist der Flüchtlingsbeauftragte gegebenenfalls auch an Sonn- und Feiertagen zur Stelle. In Heroldstatt ist Mastro montags von 9 Uhr bis 11 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr anzutreffen.

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