Baustelle hat Vorfahrt

Nach einer Winterpause geht es in die Vollen mit dem Straßenbahnausbau. Von kommender Woche an reiht sich auf der gesamten Streckenlänge eine Baustelle an die nächste - mit Sperrungen und Umleitungen.

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Hilft vielleicht ein bisschen über die Durststrecke der Bauarbeiten mit zeitweiser Vollsperrung hinweg: Das schöne Bild der Beyerstraße von 2018 an. Animation: Stadtwerke  Foto: 

Nur noch zweieinhalb Jahre. Dann fährt in Ulm die Straßenbahn der Linie 2 vom Kuhberg auf den Eselsberg und zurück. Für den Moment aber sagt Baubürgermeister Tim von Winning: "Gleise werden noch etwas dauern." Bis man etwas davon sieht. Bei den Arbeiten, die in einer Woche breit auf allen Streckenteilen aufgenommen werden, geht es erst mal um Tiefbau, Leitungsverlegung und ein wenig Trassenbau.

Gestern haben Stadt und Stadtwerke vorgestellt, "was auf uns und vor allem auf Anwohnerinnen und Anwohner zukommt", wie Tim von Winning sagte. Die Eingriffe werden spürbar - mit Straßensperrungen und Umleitungen. Ingo Wortmann, Chef der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm-Verkehr, ging ins Detail:

Eselsberg Dort wird an mehreren der 18 Bauabschnitte des Streckenastes begonnen. In der Wissenschaftsstadt geht es mit der Wendeschleife in der Lise-Meitner-Straße los, im Mähringer Weg geht es um die Straßenverbreiterung auf Höhe der Kleingärten. Darum ist dieser vom 14. März an nur noch bergauf für Autos frei. Die Umleitung läuft wie bereits für die Busse über den Bleicher Hag und den Weinbergweg. Mehr Verkehr ist dadurch auf dem Bismarck- und Hindenburgring zu erwarten; als Ausweichroute in die Innenstadt wird die Stuttgarter Straße vorgeschlagen.

Kuhberg Dort geht es an allen fünf Bauabschnitten gleichzeitig los. Vom 14. März an herrscht in der Römerstraße auch zwischen Römerplatz und Westerlinger Straße Einbahnverkehr, allerdings stadtauswärts. Stadteinwärts geht es dann über die Westerlinger- und die St. Barbara-Straße. Beyerstraße und Untere Römerstraße werden abschnittsweise voll gesperrt.

Innenstadt Am Theater greifen die Bauarbeiten in der Neutorstraße in den Verkehr ein, dort entsteht dann auch eine Zwischenwendeanlage für Spitzen im Verkehrsbetrieb.

Für Radfahrer werden alternative Routen ausgewiesen, damit sie die Baustellen kommod umfahren können, für Fußgänger bleibt immer ein Weg frei. Der Baubürgermeister hat im Übrigen den Eindruck, dass "für so eine große Maßnahme relativ wenig Aufruhr" unter den Ulmern herrscht. "Das ist schon mal ein großer Erfolg." Damit das auch so bleibt, wird weiter fleißig über den Fortschritt des Projekts informiert, siehe hier im Folgenden:

Info Die nächste Infoveranstaltung zum Straßenbahnausbau ist am kommenden Donnerstag am Kuhberg, 19 Uhr in der Robert-Bosch-Schule. Am 7. April ist wieder der Eselsberg dran, 19 Uhr im Bürgerzentrum.

Verbesserungen auf den Linien 8 und 15

Kritik Der verbesserungswürdige Einsatz der Linie 8 am alten Eselsberg und die zeitraubend gewordene Verbindung von der Oststadt zur Uni hoch - das sind die beiden gravierenden Kritikpunkte, die es mit dem Baustellenfahrplan der Stadtwerke (SWU) seit Dezember gibt. SWU-Verkehrschef Ingo Wortmann kündigte jetzt Veränderungen an.

Linie 8 Vom 14. März an fährt die Linie 8 im Stifterweg wie früher die Linie 5 täglich bis 0.30 Uhr durch. Das ist für Wortmann eine Frage der Daseinsvorsorge. Im Sommer fällt wegen Fernwärmearbeiten der Abzweig zum Rieslingweg weg, der Anwohner ärgert. Busse im Mähringer Weg wird es auch im Einbahnverkehr weiter nicht geben.

Linie 15 Studenten aus der Oststadt verlieren Zeit auf der Fahrt übers Ehinger Tor zur Uni. Dafür wird die Linie 15 gestärkt, die "tangential" über Böfingen-Süd auf den Oberen Eselsberg fährt. Mit Semesterbeginn fährt sie ab Mittag stündlich mit Umstieg im Egertweg. Die Fahrtzeit Ostplatz-Uni West verkürzt sich so von 36 auf 24 Minuten.

SWP

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