Wirtschaft: Zukunft der Horber Real-Filiale weiterhin ungewiss

Die Real-Kette steht vor dem Verkauf: In der Horber Filiale sind derzeit 130 Personen beschäftigt.
Fabian Schäfer.Die Verbrauchermarktkette Real schwächelt: Bereits vor vier Jahren kündigte der Konzern den Flächentarifvertrag für seine Arbeitnehmer, 2016 folgten erste Filialschließungen. Real gehört zur Metrogruppe - und die gab bereits im September 2018 bekannt, dass man sich von den insgesamt 279 Filialen in Deutschland trennen möchte.
Als Käufer im Gespräch waren bisher verschiedene Interessenten. Von Metro-Chef Olaf Koch hieß es zuletzt, man wolle „Real nur als Ganzes verkaufen.“ Betroffen wäre damit bei einem möglichen Verkauf auch die Filiale auf dem Horber Hohenberg. Wie Real-Pressesprecher Markus Jablonski auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE erklärte, arbeiten im Markt in Horb derzeit 130 Angestellte. Zusätzlich verfügt der Real auf dem Hohenberg noch über vier dem eigentlichen Geschäft vorgelagerte Läden: Eine Bäckerei, eine Fleischerei, einen Tabakshop sowie einen Frisör betrieb.
Horber Real „zählt zu den Besten“
Entgegen der aktuellen Lage der Metro-Tochter sei die Horber Filiale aber wirtschaftlich gut aufgestellt. „Wir verzeichnen in Horb über sehr viele Jahre hinweg eine sehr erfreuliche, wirtschaftlich stabile und positive Entwicklung. Der Real-Markt Horb zählt daher zu den besten Märkten mit der höchsten Kundenzufriedenheit in der Region“, erklärt der Konzernsprecher. Konkrete Zahlen zum Horber Markt möchte man dennoch nicht preisgeben. Auch über die Folgen einer möglichen Übernahme für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hüllt sich die Metro derzeit in Schweigen: „lässt sich zum jetzigen Stand nicht beantworten, da mehrere verschiedene Szenarien für das gesamte Unternehmen denkbar sind, jedoch noch keinerlei endgültige Entscheidung über den Verkauf von real durch die Metro getroffen wurde“, so Real-Sprecher Jablonski.
Laut einem Handelsblatt-Bericht befindet sich das Verkaufsverfahren der Kette auf der Zielgeraden: Die Zahl der Interessenten sei inzwischen auf zwei reduziert worden.