Arge Blaukarst im Landesverband

Veranstaltungen, Gespräche mit Behörden, Öffentlichkeitsarbeit: Hinter dem Landesverband der Höhlen- und Karstforscher liegt ein arbeitsreiches Jahr. Personell gibt es allerdings Probleme.

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"Wegen beruflicher Veränderungen kann ich die Arbeit nicht mehr annähernd so leisten, wie ich von mir selbst erwarte." Das sagte Dieter Hoffmann von der Arge Höhle und Karst Albstadt und bisher Geschäftsführer des baden-württembergischen Landesverbands für Höhlen-und Karstforschung, am Wochenende bei der Delegiertenversammlung in Laichingen. Er zeigte sich enttäuscht, dass Einzelne aus dem Vorstand nicht verstünden, dass er den Beruf vor den Verein stelle. Da sich niemand bereit erklärte, die Geschäfte zu führen, übernimmt dies vorerst Robert Eckardt, Hoffmanns Stellvertreter. Ein weiteres Personalproblem konnte erneut nicht gelöst werden: Für die seit Jahren unbesetzte Stelle des Referenten für Höhlenschutz wurde erneut niemand gefunden.

Vorsitzende Petra Boldt berichtete von zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. So habe sie den Verband beim Thema Anerkennung der Höhlen im Ach- und Lonetal als Weltkulturerbe vertreten, ein Seminar für Schauhöhlenführer geleitet, bei einem Infosystem für die Laichinger Tiefenhöhle mitgearbeitet. Viel Arbeit sei auch mit der Planung des Tags der Artenvielfalt im Juni 2013 verbunden gewesen, berichtete Boldt, die als Referentin für Jugendarbeit bestätigt wurde.

Neu in den Landesverband aufgenommen wurde die Arge Blaukarst, ein Zusammenschluss aus vier Vereinen: der Arge Grabenstetten, der Freunde der Aachhöhle, der Höhlenforschungsgruppe Ostalb-Kirchheim sowie des Höhlen-und Heimatvereins Laichingen. "Wir sind ein Forscherverein, der seine Arbeit auf das Einzugsgebiet des Blautopfs beschränkt und sich weniger der Ausbildung oder Veranstaltungen widmet", stellte Thilo Müller die Arge Blaukarst kurz vor. Kritik kam von Sylke Hoffmann, Referentin für Fledermausschutz: "Meine Arbeit geht an den Mitgliedsvereinen vorbei. In zwölf Jahren als Referentin hat mich keiner außer Blaubeuren zu einem Vortrag geholt", sagte sie enttäuscht. Daher lege sie das Amt im Landesverband nieder. Dieses teilen sich künftig Petra Heusel und Ralf Kirst aus Kirchentellinsfurt. Norbert Neuser informierte anschließend, dass der Landesverband mit der Deutschen Bahn einen Vertrag aushandle, durch den die Höhlenforscher bei der Planung und dem Bau der ICE-Trasse Ulm-Wendlingen eingebunden werden: "Wenn das klappt, ist es eine bundesweit einmalige Sache."

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