Neuer Pächter für Sportheim gesucht
Der SV Markbronn sucht ab Juli einen Pächter für sein Sportheim. Die bisherige Pächterin, Anna de Novellis, hört aus familiären Gründen auf.
Autor: HELGA MÄCKLE |Überrascht waren die Mitglieder des Sportvereins Markbronn bei der Jahreshauptversammlung, als Anna de Novellis, die Pächterin des Sportheims auf dem Krotenberg, ankündigte, dass sie das Lokal Ende Juni abgeben will. "Wir bedauern die Kündigung sehr", sagte Armin Petraschka, einer der Vorsitzenden des gut 500 Mitglieder zählenden Vereins. Aber der Vorstand, zu dem seit Jahren auch Anna de Novellis selbst gehört, akzeptiere die Entscheidung. "Sie hat das die vergangenen zwei Jahre klasse gemacht, und für uns als Vorstand war es die perfekte Konstellation. Aber wir müssen akzeptieren, dass es ihr und ihrer Familie zu viel geworden ist", sagte Petraschka.
Am Donnerstag habe sich der Vorstand getroffen, um die Marschroute festzulegen: "Wir gehen jetzt aktiv auf Pächter-Suche." Zwar haben die Verantwortlichen laut Petraschka auch überlegt, ob die Vereinsmitglieder die Gaststätte selber bewirtschaften sollten, wie sie es im alten Sportheim im Ort viele Jahre getan hatten. "Aber das erfordert einen wahnsinnigen Aufwand." Nicht zuletzt sei das neue - und für seine Architektur preisgekrönte - Sportheim als öffentliche Gaststätte gut eingeführt. Selbst aus Ulm und der weiteren Umgebung kämen Gäste, um sich dort an fünf, im Sommer an sechs Tagen in der Woche die italienischen Spezialitäten von Anna de Novellis schmecken zu lassen. Ein ehrenamtlich geführter Betrieb könne dieses Niveau nicht halten, ist sich der Vorstand sicher. Zumal jeder Betreiber auf Gäste von außerhalb angewiesen sei, um das Lokal wirtschaftlich sinnvoll führen zu können. Bei der Suche nach einem neuen Pächter werde man sich nicht auf italienische Küche festlegen, sagte Armin Petraschka weiter. "Wir geben nichts vor, es ist durchaus auch schwäbische Küche denkbar." Zumal das Sportheim vor allem an den Wochenenden auch zahlreiche Wanderer anziehe, die "vielleicht auch gerne mal eine Brotzeit essen".
Zunächst setzt der Sportverein bei der Suche auf Mund-zu-Mund-Propaganda in Gastronomiekreisen. "Wir kennen ja auch einige Leute", sagte Petraschka. Er ist sich sicher, dass sich bald ein Pächter findet. Nicht zuletzt, weil das Lokal komplett ausgestattet ist. "Ein Koch kann seine Waren mitbringen und sofort anfangen zu kochen."




