Auch Mitleid mit Wulff

Annette Schavan hatte lange geschwiegen zu den Vorwürfen gegen Bundespräsident Christian Wulff, auch zu seinem Rücktritt. Als Hauptrednerin beim FWG-Empfang äußerte sich die Ministerin und stellvertretende CDU-Vorsitzende nun. Der Rücktritt sei jetzt unvermeidlich gewesen, Wulff habe Fehler begangen und "sich schwer getan, damit umzugehen". Sie schätze ihn als Bundespräsident, vor allem weil er Integration zu einem vorrangigen Thema gemacht habe. Wie mit Wulff und seiner Frau Bettina umgegangen worden sei, vor allem in Internet-Kommentaren, sei aber stil- und kulturlos. Sie forderte eine Debatte über den zwischenmenschlichen Umgang. In der Diskussion um Wulffs Nachfolge komme es nicht auf Parteibücher an, sagte Schavan. Die Person müsse überparteilich sein, Würde und Respekt ausstrahlen. Wer es wird? "Im Zweifel keiner von denen, die in der Zeitung stehen." Die Entscheidung werde schnell fallen.


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Autor: SWP | 21.02.2012

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