Zwiefalten in französischer Hand

Die französische Trikolore war am Kolpinghaus gehisst, ein hupender Bus mit winkenden Insassen fuhr vor - Zwiefalten begrüßte seine Gäste aus der französischen Partnergemeinde aus La Tessoualle.

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Die französischen Gäste mit ihren Gastgebern. Foto: Privat

Am vergangenen Himmelfahrtstag kamen 37 Franzosen zur Erwachsenenbegegnung am Kolpinghaus an. Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger und dem Vorsitzenden des Vereins zur Pflege der Partnerschaft Zwiefalten - La Tessoualle Jochen Fundel. Nach einem kurzen Ausblick auf die anstehenden Tage und Begrüßungsworten des französischen Fahrtleiters Gildas Ferchaud wurden die Quartiere in den Gastfamilien verteilt. Dies hat Tradition in der Partnerschaft - Zwiefalter Familien fungieren als Gastgeber und zeigen die schwäbische "mode de vie".

Am Freitag eröffnete Bürgermeister Riedlinger im Konventbau der Münsterklinik den offiziellen Empfang und präsentierte Wissenswertes über Zwiefalten. Die Ergebnisse der fast abgeschlossenen Ortskernsanierung konnten bei einem Rundgang durch die neu erblühte Barockgemeinde besichtigt werden. Gestärkt vom Mittagessen im Casino der Klinik, machten sich Zwiefalter und La Tessoualler auf zur Hayinger Brücke und wanderten von dort durch das Glastal zum Schloss Ehrenfels. Vor der barocken Kulisse des ehemaligen Sommersitzes der Zwiefalter Äbte wurde zu Kaffee und Kuchen geladen. Der Rückweg führte über die Wimsener Höhle. Mit einem Grillabend vor der Friedrichshöhle ging der Tag zu Ende.

Am Samstag führte der Weg nach Hechingen zur Schlossbesichtigung und von dort aus weiter nach Tübingen zum Stocherkahn-Fahren. Zünftig ging es am Abend zu: Deutsche und Franzosen feierten ausgelassen einen volkstümlichen Abend im Albstadel in Engstingen. Kaum verwunderlich, dass es dem einen oder anderen noch etwas schwer fiel, am Sonntagmorgen pünktlich zur deutsch-französischen Messe im Münster zu sein. Pfarrer Binder überraschte mit gekonnten französischen Übersetzungen während des Gottesdienstes, Deutsche und Franzosen brachten zweisprachig ihre Bitten ein und die Band der Kolpingjugend "feedback" sorgte für die musikalische Gestaltung.

Im Anschluss waren die Gottesdienstbesucher zum Frühschoppen auf den Münsterplatz geladen.Die Kolpingjugend "AfroBeats" unterhielt Gäste und Gastgeber musikalisch. Nach einem Nachmittag zur freien Verfügung stand der Abschiedsabend im Kolpinghaus an.

Als besonderes Dankeschön überreichte Ferchaud nicht nur französischen Wein, sondern auch ein professionelles Transparent als Einladung zu den Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum der Partnerschaft, die nächstes Jahr in La Tessoualle stattfinden werden.

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