Weiter in Gewinnzone

Die Wachstumsprognosen für die Wirtschaft sind rückläufig. Das wirkt sich auch auf die Holzpreise aus. Dennoch kann die Gemeinde Pfronstetten nächstes Jahr mit einem Gewinn von knapp 20 000 Euro rechnen.

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Aus dem Verkauf von Holz erwartet die Gemeinde Pfronstetten im kommenden Jahr einen Reingewinn von knapp 20 000 Euro.  Foto: 

Revierförster Peter Ostertag und Forstdirektor Matthias Kiess erläuterten dem Pfronstetter Gemeinderat am Mittwochabend die aktuellen Entwicklungen auf dem Holzmarkt und stellten den neuen Waldplan für das kommenden Jahr vor.

Demnach ist die Gemeinde mit einem Anteil von 61 Prozent an Fichten (Landesschnitt: 34 Prozent) nach wie vor gut positioniert. Ebenfalls stark vertreten mit einem Anteil von 21 Prozent im Baumbestand ist die Buche. Der Auftragseingang im Baugewerbe ist laut Kiess leicht rückläufig, auch der Ölpreis sei unter Druck. Das wirke sich wiederum auf die Pelletspreise beziehungsweise das Preisniveau im Bereich der Verwertung der Sägeholzreste aus. Unterm Strich jedoch rechnet er mit einem "relativ stabilen Preis". Das hat nicht zuletzt auch mit dem nicht angefallenen Käferholz zu tun. "Nach dem trockenen Frühjahr haben wir eine starke Vermehrung der Borkenkäfer befürchtet", so der Forstexperte. Doch der verregnete Sommer habe den Käfer schlichtweg ertränkt. Während aus forstlicher Sicht das schlechte Wetter hierfür also gute Dienste geleistet hat, gilt das nicht für den Eschenbestand. Diese bringen es im Pfronstetter Gemeindewald zwar nur auf einen Anteil von vier Prozent, doch der Angriff des Falschen Weißen Stengelbecherchens auf die Bäume geht weiter. Und die nasse Witterung hat dem Halimasch als Folgepilz Auftrieb gegeben. Die Förster beobachten jetzt bereits marode Holzpartien im Stammbereich. "Derzeit sterben vor allem die jüngeren Bestände ab", sagte Kiess.

Ostertag berichtete zunächst von rund 150 durch den Sturm am Dienstagabend gebrochenen oder entwurzelten Fichten, die in die Rubrik "zufällige Nutzung" fallen, bevor er die Eckdaten des neuen Waldplans vorstellte. Dieser sieht eine planmäßige Gesamtnutzung von 1970 Festmetern vor. Darunter finden sich 1580 Festmeter Nadelholz und 390 Festmeter Laubholz. Das Forstamt geht bei der Nutzung des Waldes "blockweise" vor, wie Ostertag erläuterte.

Nächstes und übernächstes Jahr sei Pfronstetten an der Reihe, dann folgen bis zum Ende des auf zehn Jahre angelegten Forsteinrichtungswerkes Huldstetten, Tigerfeld und Geisingen. Das verbessert auch die Effizienz beim Wegebau. Mit 1135 Festmetern fällt das Gros des Einschlag in den Bereich Selbstwerber- und Prozessorholz. Neu gepflanzt werden 1450 Ahornbäume und 1500 Eichen - für letztgenannte müssen Zäune zum Schutz errichtet werden. "Das ist im Wald nicht optimal", räumte Ostertag ein, "aber die Eichen brauchen diesen Schutz".

Als Erlös aus dem Holzverkauf rechnet das Forstamt mit 97 640 Euro, nach Abzug aller Ausgaben könnte - ohne die Jagdpacht - ein Gewinn von knapp 20 000 Euro in der Gemeindekasse verbleiben.

Info Das Forstamt plant Waldarbeiten an verschiedenen Straßen. Vom 22. bis 30. Dezember ist die Strecke zwischen Aichstetten und Aichelau gesperrt, Anfang Januar von Aichstetten bis zum Georgenhof und ab 12. Januar die Route von Aichelau in Richtung Maßhalderbuch.

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