Weg für den Lebensmittelmarkt jetzt endgültig frei

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Ende Juli wurden die Kaufverträge abgeschlossen, jetzt hat der Gemeinderat die Erschließung des ersten Baubschnitts im Bereich „Gassenäcker“ auf den Weg gebracht.  Foto: 

Nicht die sprichwörtlichen „dicken Bretter“, sondern, so Bürgermeister Mario Storz, ganze „Balken“ mussten gebohrt werden, bis der Engstinger Gemeinderat am Mittwochabend den Weg für die Ansiedlung eines Edeka-Marktes frei geben konnte. Einstimmig verabschiedete das Gremium die vom Ingenieurbüro Ambacher ausgearbeitete Erschließungsplanung für den Bereich Gassenäcker als Voraussetzung für den Bau des Lebensmittelmarktes.

Über sieben Jahre hinweg haben sich die Verhandlungen mit den verschiedenen beteiligten Behörden hingezogen. Zunächst war dem Lebensmittelhändler Zustimmung signalisiert worden, doch bei den Vorbereitungen zeigte sich, dass ein Bauleitplanungsverfahren erforderlich war. Dort ging es vor allem um die Auswirkungen eines weiteren Lebensmittelmarktes auf die Versorgung in Engstingen und den umliegenden Gemeinden.

Im Oktober 2015 konnte die Verwaltungsgemeinschaft Engstingen-Hohenstein nach intensiven Verhandlungen sowohl mit dem Regionalverband wie auch dem Regierungspräsidium und dem Landratsamt den Flächennutzungsplan anpassen. Im Frühjahr vergangenen Jahres schließlich wurde der Bebauungsplan Gassenäcker so geändert, dass aus dem eingeschränkten Gewerbegebiet ein Mischgebiet und ein Sondergebiet „Lebensmitteleinzelhandel“ enstand. Seit September wiederum liegt die Baugenehmigung für den Edeka-Markt vor und jetzt, Ende Juli diesen Jahres, hat die Gemeinde alle erforderlichen Grundstücke erworben, berichtete Ratschef Storz.

In der Sitzung stellte Ingenieur Rainer Ambacher die Erschließungsplanung für das Areal östlich der B 312 vor. Dort steht derzeit unter anderem noch das Fabrikationsgebäude der Firma Feinmechanik Rupp. Die Erschließung des Marktes erfolgt durch eine neue Straße im nördlichen Bereich. Diese wird im ersten Bauabschnitt 90 Meter lang und – einschließlich Gehweg – 8,50 Meter breit, um zwei Lastwagen im Begegnungsverkehr Platz zu bieten. Ambacher hofft, dass die Arbeiten für Kanalisation, Wasserleitung und Straßenbau noch vor Weihnachten vergeben werden können. Unterm Strich sind für die Erschließung im ersten Teil Kosten in Höhe von 240 000 Euro veranschlagt.

In einem zweiten Bauabschnitt soll die Straße bis zur Bussardstraße verlängert werden, um in dem Bereich Gassenäcker Bauplätze zu schaffen. „Wir sind jedoch darauf angewiesen, dass die Grundstückseigentümer mitmachen“, so Storz, der betonte, dass die Entwicklung von Engstingen nur mit den erforderlichen Flächen machbar sei. Bei dem jetzigen Vorhaben seien die Verhandlungen fast geplatzt, räumte Storz ein, doch die Gemeinde halte auch künftig an den bekannten Konditionen fest.

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