Wald sorgt für Einnahmen in Gomadingen

Knapp 130.000 Euro Überschuss wirft der rund 850 Hektar große Gemeindewald in Gomadingen dieses Jahr ab. So die Einschätzung von Alfred Krebs vom Kreisforstamt während des Waldumgangs.

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Eine positive Bilanz: Bürgermeister Klemens Betz (Mitte), Revierförster Robert Greiner (rechts) und Alfred Krebs vom Kreisforstamt beim Waldumgang in Gomadingen. Foto: Joachim Lenk

So einen herrlichen Waldumgang hat der Gomadinger Gemeinderat selten erlebt. Bei Temperaturen um die 20 Grad ließen sich die Räte und einige Zuschauer von Revierförster Robert Greiner und Alfred Krebs vom Kreisforstamt vor Ort die Neuigkeiten aus dem Wald erklären.

Zuerst wurde in Dapfen das Pfaffental angesteuert. Dort hatte Ende 1999 der Orkan Lothar gewütet und auf 1,2 Hektar Fläche die Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. Inzwischen hat sich der Wald mit Naturverjüngungen und Nachpflanzungen (Fichte und Douglasie) wieder von den schweren Sturmschäden erholt.

Weiter ging es Richtung Viehmähdleswaldweg im Bereich des Gomadinger Schuppengebietes. Ein Weg, der seit Jahren unter der Feuchtigkeit leidet. Bäume entlang des Weges fällen oder einen frostsicheren Unterbau errichten?, lautete die Frage. Der Gemeinderat entschied sich für die Unterbau-Lösung. Auch stimmte das Gremium "der gezielten Entnahme" von 15 Buchen in unmittelbarer Nachbarschaft des Sternbergturms zu, um so den Besuchern in Zukunft wieder eine freie Sicht Richtung Alpen zu ermöglichen.

Apropos Buchen. Bei diesem Laubholz zeichnet es sich ab, dass die Preise sinken beziehungsweise keine Preissteigerungen mehr zu erwarten sind, informierte Krebs.

Für Ahorn-Holz sei derzeit kein gesteigertes Interesse vorhanden. Für Esche gibt es indes "eine immense Nachfrage". Auch die Fichte steht derzeit "auf einem wahnsinnig hohen Niveau". Käferholz sei heuer kaum angefallen, auch sei man von einschneidenden äußeren Einflüssen verschont geblieben.

Am Jahresende werden es rund 6500 Festmeter Holz sein, die in den vergangen Monaten eingeschlagen wurden. Je zur Hälfte Nadel- und Laubholz, informierte Revierförster Robert Greiner. Nach Abzug aller Kosten bleiben fast 130 000 Euro für die Gemeindekasse übrig. Dieses gute Ergebnis trägt auch der Tatsache Rechnung, dass die Kosten für die Pflege der Wacholderheiden seit 2011 zu 100 Prozent vom Landratsamt übernommen werden.

2013 sind 6000 Festmeter Holzeinschlag geplant. "Vorsichtig kalkuliert", so Krebs, bleiben unterm Strich am Jahresende etwa 120 000 Euro übrig. Rund 14 000 Euro gibt der Forstbetrieb für neue Kulturen (Fichte, Douglasie und Kirsche) in den Bereichen Pfaffental und Enge aus. Die Waldwegeunterhaltung schlägt mit 20 000 Euro zu Buche.

Abschließend informierte Greiner, dass von 2013 an Motorsägenkurse auch für die Aufbearbeitung von liegendem Holz erforderlich sind. Beim Thema Holzlagerung erinnerte er daran, dass an stehenden Bäumen kein Holz aufgeschichtet werden darf. Folien, Planen oder ähnliche Materialien seien zum Abdecken nicht zulässig und werden von den Waldarbeitern gegen Bezahlung entfernt.

Einstimmig einigte sich der Gemeinderat darauf, den Preis für Brennholz nicht zu erhöhen. Langholz kostet je Festmeter weiterhin 55 Euro für Einheimische. Auswärtige bezahlen fünf Euro mehr. Schichtholz wird auch in Zukunft ausschließlich nur an Gomadinger verkauft. Die müssen für jeden Raummeter 77 Euro berappen.

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