Vorsprung auf Grün ist stark geschmolzen

Es gibt drei Gewinner und zwei Verlierer der Wahl in Hayingen: Auf der einen Seite Grüne, FDP und AfD, auf der anderen Seite CDU und SPD.

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Man ist geneigt zu sagen, dass Karl-Wilhelm Röhm "natürlich" in der alten CDU-Hochburg Hayingen auf dem ersten Platz liegt. Doch wirklich groß ist sein Vorsprung auf Newcomerin Kerstin Lamparter von den Grünen nicht mehr. Röhm kam auf 34,7 Prozent der Stimmen, Lamparter auf stolze 26,5 Prozent. Das sind 8,2 Prozent Abstand. Vor fünf Jahren betrug dieser in Hayingen noch 39 Prozent, vor zehn Jahren sogar noch 55,7 Prozent, eine fast unglaubliche Entwicklung. Die Grünen, die einst auf der Alb kaum Stimmen erhielten, sind auch in Hayingen zweite Kraft geworden. Röhm hatte die meisten Wähler prozentual in Ehestetten (47,8 Prozent), die wenigsten in der Kernstadt (29,2 Prozent). In Hayingen selbst holte sich Kerstin Lamparter mit 29,3 Prozent die meisten Stimmen, die wenigsten waren es mit 29,2 Prozent in Münzdorf.

Mit knapp 14 Prozent der Stimmen ist AfD-Kandidatin Carola Wolle auf dem dritten Rang gelandet. Die meisten Stimmen erhielt sie prozentual in der Kernstadt selbst (16,6 Prozent). In Ehestetten waren es hingegen weniger als zehn Prozent, die ihr Kreuz hinter der rechtspopulistischen Partei machten. Auch Andreas Glück verbucht in Hayingen Zugewinne. Den FDP-Landtagsabgeordneten wählten gestern 11,5 Prozent der Hayinger. Vor fünf Jahren waren es noch 8,0 Prozent gewesen. Während es in der Kernstadt 8,8 Prozent der Wähler waren, die liberal votierten, so waren es in Anhausen und Indelhausen knapp 19 Prozent.

Auch in Hayingen heißt der Verlierer Klaus Käppeler. Der SPD-Abgeordnete Schulrektor schaffte im Städtchen nicht einmal die Zehn-Prozent-Marke. 8,9 Prozent der Stimmen entfielen auf den Zwiefalter. In Ehestetten erhielt er gerade mal 4,4 Prozent der Stimmen, in Hayingen waren es 10,8 Prozent. Vor fünf Jahren hatte Käppeler noch 15,5 Prozent der Stimmen erhalten.

Von den anderen Parteien kamen nur die Linken auf mehr als ein Prozent. Insgesamt 19 Stimmen bedeuteten gerade mal 1,35 Prozent. Sehr hoch war die Wahlbeteiligung, die in der Gesamtstadt 84,4 Prozent betrug und damit um 3,3 Prozent über der vor fünf Jahren.

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