Gülle-Unfall: Vorerst kein Geld für die Geschädigten

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Im Januar floss durch einen Unfall in der Biogasanlage auf der Haid Gärsubstrat in mehrere Gebäude. Bis heute lässt sich der Schaden nicht genau beziffern, da noch keine konkreten Sanierungskonzepte erstellt wurden. Klar ist jedoch seit Anfang der Woche, dass die SV Versicherung des Anlagenbetreibers BIGA-Energie GmbH nicht für die Schäden aufkommt. Als die „schlechtestmögliche Nachricht“ stufte der Engstinger Bürgermeister Mario Storz den Bescheid der Versicherung ein. Die BIGA-Inhaber Klaus und Beate Betz haben in einer offiziellen Stellungnahme den Geschädigten ihr „Bedauern über den Unfall ausgesprochen“ und ihr „absolutes Unverständnis“ über die Entscheidung der Versicherung ausgedrückt. „Wir werden diese Entscheidung nicht akzeptieren und, wenn nötig, Rechtsmittel dagegen einlegen“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Ziel der beiden Inhaber ist es, dass niemand der 15 bis 20 Betroffenen auf seine Ansprüche verzichten muss. Zugleich signalisieren sie die Bereitschaft zum Gespräch und fordern die Geschädigten auf, sich zu melden. Geplant sei zudem eine gemeinsame Gesprächsrunde mit dem Zweckverbandsvorsitzenden und Engstinger Bürgermeister Mario Storz.

„Wir müssen jetzt zunächst klären, wie sich die BIGA die Schadensregulierung vorstellt“, sagte dieser auf Nachfrage unserer Zeitung. Und: Je nach Ausgang behalte sich der Zweckverband natürlich juristische Schritte vor. Die Schadenersatzansprüche der einzelnen Firmen in den von der Schlammflut betroffenen Gebäuden müssen diese wiederum selber gegenüber der BIGA geltend machen, erläuterte Storz. Der Zweckverband könne hier nur koordinieren und zum Informationsaustausch beitragen. Er hofft auf eine rasche Einigung – auch um erforderliche Sanierungsmaßnahmen bald untersuchen lassen zu können. Dabei ist beispielsweise zu klären, inwieweit eine sechstägige Erhitzung der Räume auf 60 Grad, die zur Geruchsneutralisierung erforderlich wäre, nicht im Gegenzug zu Schäden an der Bausubstanz führt.

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