Volkstänze und Zwiebelkuchen

Neuer Wein, frischer Zwiebelkuchen, Volkstänze, viel Musik und Bilder des Kunstmalers Jiro Komizo machten gestern die 18. Auflage der Hohensteiner Kirbe zu einem geselligen Beisammensein für Jung und Alt.

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Während der Hohensteiner Kirbe präsentierte der seit 17 Jahren in Oberstetten lebende japanische Künstler Jiro Komizo eine Auswahl seiner Werke. Foto: Joachim Lenk

Mit der Ausschmückung der Hohensteinhalle hatte sich der Veranstalter, der Sängerbund Bernloch-Meidelstetten, dieses Mal besonders viel Mühe gegeben. Bereits im Foyer konnten sich die Besucher an dem mit viel Liebe gestalteten Herbstschmuck erfreuen.

Heugabeln, Ahornzweige, Astern in verschiedenen Farben, Sonnenblumen, Laubblätter, Kürbisse, Chrysanthemen und Mais ließen in der mit viel Sonnenlicht durchfluteten Halle ein ganz besonderes Ambiente aufkommen. Viele Gäste kamen bei herrlichem Herbstwetter mit Temperaturen von mehr als 20 Grad dieses Mal zu Fuß zur Kirbe.

Pfarrer Stefan Mergenthaler und Diakon Rudolf Tress eröffneten das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst, bevor die Trachtenkapelle Bernloch die Gäste zum Frühschoppen musikalisch verwöhnte.

Um die Mittagszeit war es schwierig, noch einen der rund 300 Plätze zu ergattern. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass der frische Schweinehals mit Kartoffelsalat beim Sängerbund besonders gut schmeckt. Nach dem Essen zog es viele Besucher in die Natur, um einen ausgedehnten Verdauungsspaziergang zu machen. Die meisten Wanderer kamen später zu Kaffee und Kuchen in die Halle zurück. Die 16 Zwiebelkuchen, die im Bernlocher Backhaus frisch zubereiten wurden, waren nach kurzer Zeit bereits ausverkauft. Die Nachfrage nach den 50 Kirbekuchen, in erster Linie mit Obst in allen Variationen zubereitet, war ebenfalls sehr groß.

Für die Unterhaltung am Nachmittag sorgten die Volkstanzgruppe des Schwäbischen Albvereins Hohenstein sowie die stimmengewaltigen Männer der Sängerrunde Hohenstein. Natürlich verwöhnte auch noch der gastgebende 32-köpfige Sängerbund unter der Leitung von Christina Staneker die Gäste von nah und fern. Wurden in den vergangenen Jahren während der Kirbe Trachten, Musikinstrumente und landwirtschaftliche Arbeitsgeräte von anno dazumal ausgestellt, gab es dieses Mal Bilder von Jiro Komizo aus Hohenstein zu bewundern. Der gebürtiger Japaner lebt seit 17 Jahren auf der Alb. Er hat sein Atelier in Oberstetten.

Seine Landschaftsmotive kombiniert der 59-Jährige mit anderen Themen. Dadurch entstehen irreale Bilder mit einer lyrischen Atmosphäre. Weil seine Kunstwerke Alblandschaften beinhalten und an den Surrealismus erinnern, nennt Komizo seinen Stil "Surre alb ismus". Die Ölbilder, die er gestern während der Kirbe ausstellte, hatten das Thema Tiere, die es in der Region gibt.

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