Unter der Erde wird's teuer

Für das Kanalnetz in Hohenstein stehen im Rahmen der Eigenkontrollverordnung die Untersuchungen für die Ortsteile Meidelstetten und Ödenwaldstetten an. Der Rat vergab dafür jetzt die Arbeiten.

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Kanalbefahrung: In der "Unterwelt" (hier ein Bild aus Riederich) sieht es nicht immer erfreulich aus.  Foto: 

Die Gemeinde Hohenstein betreibt in ihren fünf Ortsteilen ein Kanalnetz mit einer Gesamtlänge von 40,2 Kilometer (ohne Anschlussleitungen). Das Kanalnetz wurde erstmal im Zeitraum von 1991 bis 1998 mittels TV-Inspektion auf visuelle Schäden und Dichtigkeit hin untersucht, erklärte Bürgermeister Jochen Zeller in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend. Ende September 2011 hatte das Ratsgremium einen Terminplan für Wiederholungsprüfungen festgelegt. Demnach wurde das Kanalnetz Oberstetten Teil 1 ( 7 Kilometer Länge) 2012 befahren. Die Kosten betrugen etwa 60 000 Euro. 2013 folgte Eglingen (4,2 Kilometer Länge) und Oberstetten Teil 2 (2,8 Kilometer). Auch diese Kosten liegen bei rund 60 000 Euro. Bernloch Teil 1 mit einer Länge von 6,7 Kilometern folgte 2014 und Bernloch Teil 2 mit der gleichen Länge 2015. Hier liegen die Kosten jeweils bei etwa 55 000 Euro.

Ende 2015 wurde nun das Ingenieurbüro Pirker + Pfeiffer mit der Ausschreibung der Abschnitte 5 Meidelstetten (5,5 Kilometer Länge) und 6 Ödenwaldstetten ( 5,8 Kilometer Länge) beauftragt. Die geschätzten Kosten liegen, laut Zeller, in Meidelstetten, die Befahrung soll 2016 erfolgen, bei 40 000 Euro, und in Ödenwaldstetten (5,6 Kilometer Länge) bei 45 000 Euro. Die Kanalbefahrung für Ödenwaldstetten ist für 2017 anvisiert. Laut Plan fallen somit bis zum Ende der Arbeiten rund 315 000 Euro an, wobei dann eine Netzlänge von 37,9 Kilometern befahren wurde.

Gute Nachrichten gab es jetzt am Dienstagabend in der Ratssitzung von Manuel Romolo vom Ingenieurbüro Pirker + Pfeiffer. Die Ausschreibung der Eigenkontrolluntersuchung für die Abschnitte 5 und 6 ist inzwischen erfolgt.

Anstatt der geschätzten Kosten in Höhe von fast 87 000 Euro lag nun das günstigste Gebot, jenes der Firma Elmar Müller GmbH (Deggingen), die schon die bisherigen Befahrungen in Hohenstein vorgenommen hat, bei 68 922,66 Euro. An Ingenieurleistungen kommen noch 30 000 Euro hinzu. Kein Wunder also, dass der Gemeinderat ohne Gegenstimme und Enthaltung zustimmte.

Damit sind nach Worten von Bürgermeister Jochen Zeller, die Befahrungen zu Ende, jetzt werde das Sanierungskonzept ausgearbeitet, was denn tatsächlich alles unter der Erde zu tun sein werde.

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