Unseriöse Schreiben an Gewerbetreibende Absender sitzt auf Malta - Polizei warnt

Die Polizei warnt vor Schreiben, die derzeit vor allem an Gewerbetreibende in der Raumschaft Riedlingen versandt werden.

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Zurzeit sind amtlich aussehende Schreiben an Gewerbetreibende im Umlauf, in deren Briefkopf "Gewerbe-Meldung.de" ergänzt durch den entsprechenden Ortsnamen angeführt wird, etwa "Riedlingen.Gewerbe-Meldung.de", teilt die Polizei mit.

Mit diesem Schreiben werde der Empfänger über eine vermeintliche Auflösung der dezentralen Gewerbeverzeichnisse informiert. Dem Gewerbetreibenden werde dabei suggeriert, dass nun die Zweigstelle in Leipzig für die zentralen Eintragungen verantwortlich sei und eine rechtzeitige Eintragung nur gewährleistet werden könne, wenn der betroffene Gewerbetreibende das beigefügte Formular ausgefüllt an die angegebene Adresse zurückschickt oder faxt. Die Polizei weist darauf hin, dass es sich bei einem solchen Schreiben - unbeachtlich seiner Erscheinung - um kein amtliches Schreiben handelt. Stattdessen ist für das Schreiben der "Gewerbe-Meldung.de" die Firma "Europe REG Services" mit Sitz in Malta verantwortlich.

Im beigefügten Formular ist im ersten Teil bereits die Adresse des Gewerbetreibenden eingetragen, mit der Bitte, diese zu ergänzen. Füllt der Empfänger die restlichen Felder aus und sendet es unterschrieben zurück, erfolgt zwar ein Eintrag in ein Internet-Gewerberegister, jedoch mit finanziellen Folgen für den Betroffenen, so die Polizei weiter. Auch wenn es den Anschein eines kostenlosen Angebots mache, handele es sich tatsächlich um ein kostenpflichtiges Angebot, wie im Kleingedruckten deutlich werde. Für die getätigte Bestellung werden pro Jahr 348 Euro zuzüglich Umsatzsteuer fällig. Da die Bestellung zugleich verbindlich für drei Jahre erfolgt, bedeute das für den Betroffenen Gesamtkosten in Höhe von 1 242,36 Euro.

Die Polizei warnt daher ausdrücklich vor dem Ausfüllen und zurücksenden des Formulars. Sollten das Formular bereits ausgefüllt sein, sei rasches Handeln geboten. Nach § 2 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma kommt der Vertrag zustande, sofern die Erklärung nicht innerhalb von sieben Tagen widerrufen wird. Die Polizei rät daher umgehend einen entsprechenden Widerruf per Einschreiben mit Rückschein an die angegebene Adresse zu senden. Betroffene können sich auch s an den Verbraucherschutz oder einen Anwalt wenden.

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