Umbau steigert Gasproduktion

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Biogas, 4 sp x 107,2, Loka 06  Foto: 

JÜRGEN KÜHNEMUND

Für die Umorganisation auf dem Betriebsgelände in Aichelau bedarf es allerdings einer immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigung für die Biogasanlage. Dazu wurde der Gemeinderat am Mittwochabend eingeschaltet. Gleich vorweg: Der Rat hatte nach den Ausführungen von Firmenchef Anton Arnold – es gebe keine Geruchsbelästigungen, das Verkehrsaufkommen werde sich verringern – keine Bedenken gegen das Vorhaben und signalisierte bei einer Enthaltung Zustimmung.

2008 ging die Anlage in Betrieb. Im Jahr 2010 erhielt die Bioenergie Aichelau GmbH & Co KG die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Verbrennungsmotoranlage zur Erzeugung von Strom für den Einsatz von Biogas sowie eine Gaslagerung auf dem Betriebsgelände Aichelau. 2013 wurde die Genehmigung dahingehend geändert, dass ein Blockheizkraftwerk durch ein leistungsstärkeres Aggregat ersetzt und der Maschinenraum hierfür erweitert wurde. Die im Bebauungsplan festgelegte Obergrenze für die Feuerungswärmeleistung von 2500 kW wurde mit 1724 kW aber deutlich unterschritten, führte Bürgermeister Reinhold Teufel in der Sitzung aus. Nun beantragte die Bioenergie Aichelau nachstehende Änderungen, die Anton Arnold dem Rat vorstellte. Die Gasspeicherkapazität soll von 1549 Kubikmeter auf 1893 Kubikmeter oder 2461 Kilogramm Gas steigen. Laut Immissionschutzgesetz liegt die Grenze bei 3000 Kilogramm. Das bereits installierte weitere Blockheizkraftwerk liefert eine Feuerungwärmeleistung von 773 kW. Damit steigt die Gesamtleistung auf 2497 kW und „erreicht fast die Obergrenze“, so Arnold. Die Anlage steht in der Maschinenhalle. Zudem will die Bioenergie eine Gärrestetrocknung installieren, wodurch sich die Abfuhr der Gärreste um jährlich 3700 Tonnen verringert. Diese Anlage soll westlich des Substratlagers II entstehen. Zudem, so Arnold weiter, ist auch eine Änderung des Substratmixes geplant. Künftig sollen 4600 Kubikmeter Rinderfestmist, 500 Kubikmeter Pferdemist und 230 Kubikmeter Ganzpflanzensilage angeliefert werden. Im Gegenzug reduziere sich der Einsatz von Mais (530 Kubikmeter), Gras (786 Kubikmeter) und Korn (370 Kubikmeter). Der Mist werde zeitnah verwertet, führte Arnold weiter aus und in der Zwischenzeit mit Folie abgedeckt, sodass keine Gerüche entstehen. Mit der Änderung des Substratmix erhofft sich das Unternehmen die Biogasproduktion von 2,25 auf 2,51 Millionen Kubikmeter zu steigern. Das ganze hätte, nach Worten von Arnold, auch einen Vorteil für die Anrainer, werde doch durch die Gärrestetrocknung die Zahl der Fahrten zu und von der Anlage um 200 im Jahr verringert.

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