Trotz Regen: Treue Gäste kommen zum Rosefest

Bereits zum 21. Mal fand am Wochenende das Rose-Fest mit einer reichen Vielfalt an Genussmöglichkeiten statt. Allerdings sorgte das schlechte Wetter dafür, dass der große Besucherandrang ausblieb.

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  • Simon Tress scharte bei seinen Kochshows zahlreiche Zuschauer um sich. Fotos: Maria Bloching 1/2
    Simon Tress scharte bei seinen Kochshows zahlreiche Zuschauer um sich. Fotos: Maria Bloching
  • Hanni und Fanni (Ida Ott und Dietlinde Elsässer) unterhielten mit ihrem Hahn im Korb Horst Hähnle (Christian Holder) die Rosefest-Besucher und glänzten in der schwäbischen Version von der Verführung im Paradies. 2/2
    Hanni und Fanni (Ida Ott und Dietlinde Elsässer) unterhielten mit ihrem Hahn im Korb Horst Hähnle (Christian Holder) die Rosefest-Besucher und glänzten in der schwäbischen Version von der Verführung im Paradies.
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Auf ihre treuen Stammgäste kann sich die Familie Tress immer verlassen, und so haben diese auch trotz äußerst ungemütlichen Wetters den Weg zum 21. Rose-Fest gefunden. Und sie konnten dann trotz Nieselregen und kühlen Temperaturen durch die reichlich bestückten Stände des Bio-Genießer-Marktes schlendern. Kräutergartenführungen und Kutschfahrten waren im Angebot und natürlich konnten sich die Besucher gemütlich im Innenhof zwischen Gaststätte, Kräutergarten und Biomanufaktur niederlassen, um das reichhaltige kulinarische Angebot zu genießen.

Umso mehr freute sich Inge Tress über das vollbesetzte beheizte Zelt am Samstagabend und über die gut gelaunten Kulturbesucher, die mit "Hanni und Fanni" alias Dietlinde Elsässer und Ida Ott und ihrem musikalischen Begleiter Horst Hähnle (Christian Holder) einen unterhaltsamen und lustigen Abend erleben durften. Die Akteure berichteten in schwäbischem Dialekt und in zahlreichen hochdeutschen Sprachversuchen von ihrem ledigen Familienstand, der ihrer vielfältigen Aktivität im Ehrenamt natürlich sehr entgegenkommt. Dennoch kann man ja mal Ausschau halten - und das taten die beiden während ihres rund zweistündigen Programms immer wieder ungeniert. Vielleicht der Gartenfreund ganz vorn im blauen Hemd oder gar der junge Herr, der sich als Schwaigener Bürger offenbarte? An ihnen hatten sie den ganzen Abend ihre Freude, durch sie hielten die Fräuleins vom Ehrenamt ebenso den Kontakt zum Publikum wie durch ihr "overdruggds" Geplauder, das bisweilen schonungslos und grotesk auf das Publikum niederging.

Die zwei Unterhaltungskünstlerinnen vom Theater Lindenhof verbanden zahlreiche Gags mit komödiantischer Schauspielerleistung, sie nahmen Menschen quer durch die Gesellschaft, sich selbst oft aber am meisten aufs Korn und boten dabei immer wieder ihre ehrenamtliche Hilfe an. Sei es als Unterstützung bei Heiratsanträgen für Männer, die der Sprache nicht mächtig sind, "was jo uff dr Alb öfter vorkommt", als Partnervermittlung für verzweifelte Ledige mit Vorliebe für Chinesen, für die "die Ehe a belagerta Stadt isch. Wer draußa isch will nei, wer drin isch will raus (hausch du mi i hau die au)" oder gar als Berufsberater für die Wiedereingliederung ins Berufsleben nach Brückentagen, "also für Beamte aller Art".

Hanni und Fanni sprachen sich für Mittagschlaf zu Hause und im Geschäft, für den Erhalt der Buchstabensuppe und für Feinrippunterhosen aus und machten ihre Abneigung gegen Schönheitsoperationen im Intimbereich deutlich. Sie brachten abstruse Themen aufs Tapet und scheuten sich auch nicht, diese gesanglich zu untermauern. Höhepunkt des Programms war wohl ihre schwäbische Version von der Verführung im Paradies, bei der es den Besuchern die Tränen vor Lachen in die Augen trieb.

Am gestrigen Sonntag zeigte sich die Familie Tress angesichts des schlechten Wetters mit der Besucherzahl zufrieden. Über die Mittagszeit war kaum mehr ein freier Platz im Zelt zu ergattern und auch im Hof füllte es sich zusehends. Die beiden erstmals bei einem Rose-Fest angebotenen Kochshows mit Simon Tress erfreuten sich eines großen Zuspruchs. Fröhlich plauderte er am Herd über wichtige Details beim Kochen und über scheinbare Nebensächlichkeiten, verteilte Rezepte und ließ sich über die Schulter schauen. Von ihm war zu erfahren, dass Kochen vor allem Spaß machen, effizient sein und schnell gehen muss. Er sorgte dafür, dass es viel zu sehen, zu schmecken und zu lachen gab und verriet nebenbei noch einiges aus seinem neuesten Kochbuch. Nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten aus der Rose-Küche kamen bei den Besuchern gut an, vor allem die frischen Leckereien aus dem Backhaus waren sehr beliebt.

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