Standortpotenziale im Blick

Wie kann man die Standortpotenziale von Trochtelfingen stärken und offensiv vermarkten? Bei "IHK vor Ort" gab es die Antwort: Alle müssen an einem Strang ziehen. Nur so lässt sich der Kaufkraftabfluss stoppen.

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Die Haushalte in Trochtelfingen haben für Konsumzwecke ein Einkommen zur Verfügung, das ziemlich genau im Bundesdurchschnitt liegt. Allerdings: "Mehr als die Hälfte des Geldes wird nicht in Trochtelfingen, sondern anderswo ausgegeben", erläuterte Handels- und Tourismusexpertin Karin Goldstein von der Industrie- und Handelskammer Reutlingen. "Hier müssen sie unbedingt gegensteuern, wenn sie den in Trochtelfingen gut aufgestellten Handel erhalten wollen." Deshalb hatten zu "IHK vor Ort" Bürgermeister Christoph Niesler und der Trochtelfinger Werbekreis gemeinsam eingeladen. Ort des Treffens war die neue Kantine der Vöhringer GmbH.

In einer lebhaften Diskussion entwickelten über fünfzig Unternehmensvertreter, Lokalpolitiker und Verwaltungsleute im Laufe des Abends viele gute Ideen zum Stadtmarketing. Wichtiger Punkt: Ein moderiertes Gespräch, um Handels- und Gewerbeverein sowie Werbekreis wieder an einen Tisch zu bekommen. "Die haben sich vor Jahren auseinander dividiert, aus Gründen, die heute niemand mehr richtig weiß. Jetzt ist der Zeitpunkt, um wieder zu kooperieren", so die Forderung etlicher Teilnehmer.

"Wir sind dabei, die Homepage der Stadt zu überarbeiten", berichtete Bürgermeister Christoph Niesler. Karin Goldstein nahm den Ball direkt auf und riet auf dem Zug aufzuspringen: "Was die Firmen brauchen, ist ein gemeinsames Online-Schaufenster, wo Gewerbetreibende und Handwerker mit ihren Angeboten, Öffnungszeiten und Kontaktdaten präsent sind", so die IHK-Expertin. "Geben sie sich auch im Netz ein Gesicht - das ist heute unerlässlich", sagte Goldstein und präsentierte gelungene Beispiele vergleichbarer Kommunen. Nach Vorstellungen der Diskussionsteilnehmer soll es zu diesen Themen einen runden Tisch geben.

Die Attraktivität von Trochtelfingen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, als Ort zum Arbeiten und Wohnen, als Einkaufsstandort und als Tourismusziel - alles hängt zusammen. Die wohl wichtigste Erkenntnis des Abends. Deshalb will man mehr an einem Strang ziehen.

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