Solarstrom für Galatasaray

"Land-Leben - einfach schön hier", lautete der Titel der sechsten Themenrundreise von Landrat Thomas Reumann. Sie führte ihn nach Zwiefalten, Hayingen und Pfronstetten. Erste Station: Firma Bayer + Raach.

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  • Standort für Innovation: Zum Auftakt besichtigten Landrat Reumann (Mitte) und Zwiefaltens Bürgermeister Riedlinger (links) die Firma Bayer + Raach. Fotos: Eckert 1/2
    Standort für Innovation: Zum Auftakt besichtigten Landrat Reumann (Mitte) und Zwiefaltens Bürgermeister Riedlinger (links) die Firma Bayer + Raach. Fotos: Eckert
  • Das aktuelle Großprojekt der Firma Bayer + Raach: Das Dach des Fußballstadions Galatasaray Istanbul. 2/2
    Das aktuelle Großprojekt der Firma Bayer + Raach: Das Dach des Fußballstadions Galatasaray Istanbul.
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An der Sonne liegt es nicht, dass in der Solarbranche die Zeiten nicht mehr ganz so sonnig sind, wie früher. "Es ist einfach die Unsicherheit, die viele abschreckt. Wir haben ganz wenig Abschlüsse zur Zeit", gibt Gerald Raach unumwunden zu. Um sich zu konsolidieren habe auch seine Firma, die er zusammen mit Florian Bayer führt, Arbeitsplätze abbauen müssen. Trotzdem glaube er fest, dass die Entwicklung hin zu erneuerbaren Energien, denen sich Bayer + Raach verschrieben hat, nicht aufzuhalten ist. "Es lohnt sich immer, seinen eigenen Strom zu erzeugen." Das beweist ein aktueller Großauftrag: Auf das Dach des Fußballstadions von Galatasaray Istanbul kommt eine Photovoltaik-Anlage, die 1600 Kilowatt erzeugen soll. "Das entspricht etwa einem Drittel des dort benötigten Stromes", erklärt Raach.

Eines der Merkmale, das die Firma in ihrer zehnjährigen Geschichte immer ausgezeichnet hat: Die Freude zur Innovation. Auf dem Gelände im Gewerbegebiet Gürst können sich die Teilnehmer der Themenrundreise ein Bild davon machen. Stolz präsentiert Raach den Sonnenfänger, ein Dach, das sich nach dem Stand der Sonne ausrichten lässt. Gleich daneben steht eine Solartankstelle, bis Ende Juni entsteht eine Freiflächenanlage, die bis zu 500 Kilowatt liefern soll.

Ein weiteres Projekt ist ein Kleinwindrad. Seine Leistung beträgt fünf Kilowatt "Damit ließe sich ein Elektroherd betreiben", rechnet der Firmenmitbesitzer die Stromgewinnung vor. Allerdings hat der Energieerzeuger auch einen stolzen Preis: 33 000 Euro kostet das Windrad. "Das kaufen sich nur Überzeugungstäter", sagt Raach. Er sieht es dennoch als ein künftiges Geschäftsmodell. "Als wir angefangen haben, hat sich vieles nicht gerechnet. Heute schon."

"Die gewollte Energiewende wird ohne Firmen wie diese nicht möglich sein", lobte Landrat Thomas Reumann diese Innovationsfreude und witzelte im Schatten des Windrads mit Gerald Raach und Zwiefaltens Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger: "Wir stehen vor der Energiewende." Sein Fazit: "Ich kann hier sehen, wie positiv sich das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum auswirkt und ich nehme auf diesen Themenrundreisen die unendliche Vielfalt in unserem Landkreis wahr. Beide Seiten profitieren davon. Es ist ein Austausch, keine Einbahnstraße."

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