Schule mit Schneewittchen

Die Grundschüler der Sternbergschule erlebten im Rahmen dieser Themenwoche "märchenhafte" Tage. Dabei lernten sie viele Sagen auf unterschiedliche Weise kennen, wenn es hieß: "Es war einmal. . .".

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Jedes Jahr im Herbst dürfen sich die Sternbergschüler über ganz besondere Unterrichtstage freuen. Denn dann widmen sie sich immer einem bestimmten Thema, das fächerübergreifend behandelt wird. "Schon seit mehreren Jahren spukt uns das Thema Märchen im Kopf herum. Nun endlich haben wir es wahrgemacht", erzählte Schulleiterin Daniela Halder. Viele Kinder hätten in der heutigen Zeit keinerlei Bezug mehr zu Märchen. Das hat verschiedene Gründe: "Zum einen wird nicht mehr so viel vorgelesen wie früher, zum anderen heißen Eltern die Handlungen in den Märchen nicht immer für gut".

Dennoch lag es dem Lehrerkollegium am Herzen, diese traditionelle Geschichtenerzählung am Leben zu erhalten. Und das auf unterschiedliche Art und Weise. Durch den lebendigen Auftakt am Montag beim Besuch des Märchengartens im Blühenden Barock Ludwigsburg wurde die Neugier der Schüler auf die Vielfältigkeit der Märchenwelt geweckt. Bis heute konnten sie sich nun in einer bunten und vielseitigen Märchenwerkstatt intensiv mit den einzelnen Figuren und mit den Botschaften der Märchen auseinandersetzen. Märchen wurden erzählt und vorgelesen, nachgespielt, gebastelt, gemalt, instrumental intoniert und nachbesprochen. Damit nicht nur die Geschichten selbst, sondern auch das Drumherum abwechslungsreich blieb, wechselten sich die Lehrkräfte in den Klassen eins bis vier ab.

Die Märchen ließen sich wunderbar in die Fächer Deutsch, Mathematik und MeNuK (Mensch, Natur und Kultur) integrieren und eigneten sich sehr gut dafür, den Wortschatz und die Vorstellungskraft der Kinder zu steigern. "Was ist ein Quartett?", wollte auch schon das erste Kind wissen, als es von den Bremer Stadtmusikanten hörte. Jeder Schüler bekam den Anfangsbuchstaben eines der vier Tiere gezeigt und musste sich nun mittels Tierstimmen einer gleichen Gruppe anschließen. Fast wie im Märchen dominierten die Esel, ihr lautes "I-Ah" war nicht zu überhören.

Und schließlich durften sie sich ihre eigenen Bremer Stadtmusikanten basteln, indem sie einen Schuhkarton bemalten und dreidimensionale Figuren zum Leben erweckten. Auch Hänsel und Gretel hatte es den Kindern angetan. Sie fühlten mit dem Geschwisterpaar mit, begriffen aber gleich nach den ersten Sätzen, aus welcher Notlage heraus die Eltern Hänsel und Gretel im Wald aussetzen. "Unsere Kinder nehmen die Brutalität der Märchen nicht in dem Ausmaße war, wie es Erwachsene tun. Sie sind aber durchaus in der Lage, die versteckten Botschaften zu erkennen. Vielleicht leben ja aus diesem Grund Märchen immer weiter", meinte Daniela Halder. Zum Abschluss der Themenwoche lernten die Schüler am Freitag mit "Kauter und Sauter" und "Schneewittchen" noch eine weitere Art des Märchenerzählens durch Puppenspiel kennen.

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