Schicksal der "Kettenmenschen" berührt

Am Mittwoch, den 16. März um 17 Uhr wird die Wechselausstellung "Kettenmenschen. Vom Umgang mit psychisch Kranken in Westafrika" im Casino des Zentrums für Psychiatrie in Zwiefalten eröffnet.

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Der Umgang mit psychisch Kranken ist in Afrika oft unmenschlich.  Foto: 

Tausende psychisch kranke Menschen leben in den Dörfern der Elfenbeinküste und des Benin als sogenannte "Kettenmenschen". Sie werden an einen Baum gekettet oder in dunklen Verschlägen weggeschlossen. Die Gesellschaft hat Angst vor ihnen.

Vor allem auf dem Land herrscht nach wie vor die Vorstellung, psychisch Kranke seien von böswilligen Dämonen befallen. Seit 1991 bemüht sich die einheimische katholische Organisation St. Camille de Lellis, die Menschen von ihren Ketten zu befreien und sie in geeigneten Therapiezentren aufzunehmen und zu behandeln.

Die Ausstellung schildert Einzelschicksale in persönlichen Berichten und großformatigen Porträts. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation des Freundeskreises St. Camille mit dem Psychiatriemuseum MuSeele in Göppingen. Auch Mitarbeitende des ZfP Südwürttemberg engagieren sich in dieser Initiative und berichten bei der Vernissage von ihren Aufenthalten in Westafrika. Der Freundeskreis St. Camille finanziert Medikamente für die Befreiten und unterstützt den Aufbau von Therapie- und Rehabilitationszentren. Dort leben die Kranken in Gemeinschaften. Es wird an Webstühlen oder in einer Bäckerei gearbeitet, etliche Kranke gehen aufs Feld oder zur Ausbildung.

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