Positiv und mit Schwung ins neue Jahr

Positive Signale sendete der Neujahrsempfang des Handels- und Gewerbevereins Riedlingen am Montagabend aus. Doch es gab auch Appelle, künftig "als geschlossene Mannschaft" aufzutreten.

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Für Schwung sorgte das Jugendensemble der Stadtmusik und diesen Schwung wünschte Filialdirektor Matthias Reichelt als Hausherr in der Kreissparkasse den Anwesenden für das neue Jahr. Sich an der deutschen Fußball-Nationalmannschaft orientierend, empfahl er der Wirtschaft, dank ihrer Stärken selbstbewusst in die Zukunft zu gehen.

Der HGR-Vorsitzende Maximilian Kohler beleuchtete "in einem kleinen Ausflug in die weite Welt und jene der Finanzen" Landes- und Bundespolitik, Euro- und andere Krisen und auf lokalem Gebiet die Schließung des Milchwerkes und die Klinikdebatte. In seinem Rückblick hob er besonders das Engagement der AltbauPartner mit der Durchführung des Energietags hervor. Der Verbund ist aus einem Netzwerk des Handels- und Gewerbevereins entstanden. Einen Energietag wirds auch 2012 wieder geben. Beim weiteren Ausblick erwähnte er eine Veranstaltung gemeinsam mit der Riedlinger Gemeinschaftswerbung zum Thema Stadtmarketing.

Für die Aktivitäten galt dem HGR Riedlingen nicht nur das Kompliment der Vizepräsidentin des BdS-Landesverbandes Rita Keller, sondern auch der ersten Landesbeamtin im Landkreis Biberach, Stefanie Bürkle, die von einem gut aufgestellten Landkreis sprach, der sich 2012 allerdings einer ganzen Reihe von Herausforderungen stellen müsse. Stichworte dazu waren die Energiewende mit Auswirkungen auf die Energieversorgung Baden-Württemberg, so hätten die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke, an denen der Landkreis beteiligt ist, statt satter Gewinne hohe Verluste eingefahren. Der Ausstieg aus der Atomkraft werde auch die Handwerksbetriebe betreffen, prognostizierte sie, weshalb es eine Fachtagung der EnBW geben werde.

Dass bei den Kliniken nicht nur bauliche Investitionen geleistet werden müssten, sondern jetzt auch der laufende Betrieb finanziell unterstützt werden müsse, beklagte sie und forderte dazu auf, Problemlösungen sachlich zu diskutieren und nicht die Verantwortlichen an den Pranger zu stellen. Sie stünden solidarisch zu den Standorten. Willkommen seien Vorschläge zur Zukunftsfähigkeit der Kliniken.

Die Klinikdebatte war auch eines der Themen im Grußwort des Riedlinger Bürgermeisters Hans Petermann, der verlangte, sich an den Fakten zu orientieren. Bis auf die Schließung des Milchwerkes sei in Riedlingen 2011 wirtschaftlich alles besser gelaufen, als erwartet. Dennoch: Vergleiche er Riedlingen mit der Fußballliga, sei man als Zweitligist im Abstiegskampf, weil man nicht alle Punkte gemacht habe, die dringend zum Klassenerhalt nötig gewesen wären. Und das, weil eine Minderheit der Bevölkerung und des Gemeinderates die wichtigsten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen "fortwährend torpedierten und noch torpedieren". Es gelte als geschlossene Mannschaft auf das gegnerische Tor zu schießen.

Der Festredner des Abends, der SPD-Landtagsabgeordnete und Beauftragte der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk, Peter Hofelich, versicherte den knapp 100 Anwesenden, die Mittelstandspolitik der Landesregierung ziele darauf ab, die Zukunftsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen weiter zu stärken. Er unterstrich die Bedeutung von Infrastrukturmaßnahmen. Der Abgeordnete zeichnete ein positives Bild der aktuellen Wirtschaftslage im Land und listete vier Themenfelder auf, die für die Mittelstandspolitik eine entscheidende Rolle spielten und die er näher beleuchtete: Fachkräfte, Innovation, Gründungsförderung und Mittelstandsfinanzierung. Beim anschließenden Empfang wurden die Gedanken vertieft.

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