Pointen - kurz und knackig

Witz, Mundart und Musik trafen am Freitag auf ein begeistertes Publikum. Im Gemeindehaus brachte "Oma Paula" die Gäste zum Lachen, zum Mitsingen animierte sie der Musiker Bernhard Bitterwolf.

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  • Bernhard Bitterwolf (M.) zeigt, wie man mit dem Scheitholz musiziert. Fotos: Sabine Herder 1/2
    Bernhard Bitterwolf (M.) zeigt, wie man mit dem Scheitholz musiziert. Fotos: Sabine Herder
  • "Oma Paula" ist nicht aufs Maul gefallen: Bodenständige Witze gehören zu ihrem Repertoire. 2/2
    "Oma Paula" ist nicht aufs Maul gefallen: Bodenständige Witze gehören zu ihrem Repertoire.
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Das Lachen und Kichern will kein Ende nehmen, wenn "Oma Paula" loslegt: Mit 80 Jahren steht die rüstige Oberschwäbin aus Ahlen am Federsee auf der Bühne und erzählt in rustikaler Mundart einen schwäbischen Witz nach dem anderen. Ihr Fundus scheint schier unerschöpflich, ihre Gabe des Witze Erzählens steckt voller Freude am Leben und an den Menschen darin. Dies transportierte "Oma Paula" auch in Kohlstetten unnachahmlich lebendig in ihr Publikum.

Die Kohlstetter, die am Freitagabend zahlreich der Einladung des Bücherei-Teams gefolgt waren, genossen einen sehr humorvollen Abend, zu dessen heiterer musikalischer Seite der oberschwäbische Barde und Mundartkünstler Bernhard Bitterwolf beitrug. Auch der hat sich schon über Oma Paulas Witze schlapp gelacht. Und so kommt es, dass die beiden auch bei Auftritten gemeinsame Sache machen: Mal singt und spielt der eine, dann wieder ist es Zeit für die liebenswerten, frechen und bodenständigen Witze aus Paula Renz Schatzkiste.

Geschichten erzählen, Lieder singen, "loosa" (zuhören) und "mitanand" sitzen wie früher in der Lichtstube war auch in Kohlstetten die Idee hinter dem Programm der beiden Künstler. Wie das auch in einem ganzen Saal voller Menschen geht, machte Bernhard Bitterwolf gleich vor: "Machet mir den Gfalla, singet mit!", forderte der sympathische Musiker die Gäste auf, die sich das nicht zweimal sagen ließen. Zur Gitarrenbegleitung und im Kanon ("Gruppe Eins singt bitte so schnell, dass sie von der Gruppe Zwei nicht eingeholt wird") fanden die Kohlstetter von Beginn an gesellig in den Abend.

Bitterwolf erwies sich dabei nicht nur als glänzender Entertainer, sondern auch als versierter Musiker auf traditionellen und alten Instrumenten. Er hat sie alle mitgebracht: die Piffel, die Schalmei, die Sackpfeife, die Drehleier und das Scheitholz, und so gab es ganz nebenbei noch ein bisschen Kulturgeschichte, indem nämlich Bernhard Bitterwolf dem Publikum die Instrumente vorstellte, beschrieb, erklärte und natürlich auch vorspielte. Augenzwinkernd, gut gelaunt und humorvoll holte er sich dazu gelegentlich sogar Hilfe aus dem Publikum.

Die wiederum brauchte Oma Paula auf der Bühne nicht. Wenn sie da steht und verschmitzt einen Witz nach dem anderen zum Besten gibt, dann biegt sich das Publikum vor Lachen auf den Stühlen. Und weil eine Pointe schon die nächste jagt, kommt man kaum zum Luftholen. Die Notizzettel in ihren Händen braucht sie eigentlich nicht - höchstens zur Orientierung. Kaum ist eine Pointe im Publikum angekommen, bahnt sich auch schon die nächste an - kurz und knackig zumeist, manchmal auch etwas ausführlicher, immer aber Schlag auf Schlag. So wie zum Beispiel der Schwabe auf die Frage, warum man ihn denn so lange nicht gesehen habe: "I war fünf Wocha im Koma". Darauf der Fragesteller: "So, hend ihr guat Wetter gehett?".

"Oma Paulas Witzbüchle" aus dem Silberburg-Verlag präsentiert eine Sammlung von Paulas besten Witzen und konnte am Freitag auch vor Ort erstanden werden. Viele Gäste ließen es sich gleich signieren, noch bevor sie sich in der Pause am sehr leckeren und liebevoll zusammengestellten Büffet des Büchereiteams erfreuten. Häppchen, Schnittchen und Gebäck in großer Vielfalt verwöhnten die Besucher, dazu gabs eine große Auswahl an Getränken.

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