Närrisch von null auf hundert

Auch beim 12. Brauchtumsabend der "Gomba Deifl" und der "Goischder" wurde die Hayinger Halle von den närrischen Gästen zum Beben gebracht. Geboten wurde ein buntes Programm und tolle Stimmung.

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Für viele Fasnetszünfte ist die Teilnahme am gemeinsamen Brauchtumsabend der Narrenvereine aus Indelhausen und Münzdorf in jedem Jahr der offizielle Auftakt in die Fasnetssaison. "Hier kommen wir gleich von Null auf Hundert, das ist klasse", freute sich ein Narr. Er und viele hundert andere genossen vor allem die ausgelassene Partystimmung in vollen Zügen. Sie stellten sich gemeinsam auf die Bänke, klatschten, gröhlten und sangen stundenlang zur ohrenbetäubenden Musik der Schalmeien aus Ehestetten und Pfronstetten, der überwältigenden Guggenmusikanten "Xälzbära" aus Dürnau, des Fanfarenzugs Zwiefalten, der "Lompakapell" Ingerkingen und der Stadtkapelle Hayingen.

"Das bisschen Ohrenpfeifen nehme ich für diese Gaudi hier gerne in Kauf", lachte eine Närrin, die sich ganz vorne direkt an der Bühne positioniert hatte, um ja nichts von den sehenswerten Auftritten der Hexen, Goischdr und hübschen Mädels zu verpassen. Den Anfang machten die "Teenies" aus Indelhausen mit einem HipHop-Tanz. Zum ersten Mal waren es nicht die maskierten "Gomba Deifl" selbst, die mit einer tänzerischen Darbietung die Gäste erfreuten, sondern ihr weiblicher Narren-nachwuchs, der lange für diesen Auftritt geübt hatte. Und auch die Hundersinger "Stomba-Sprenger" setzten auf Grazie und überließen es jungen Damen, mit einer flotten Choreografie zu begeistern.

Diese Tänze boten eine gelungene Abwechslung zu den schaurigen Maskentänzen, die von den Buttenhausener "Galgenberg-Hexen", den Dettinger "Brugga-Goschdr", den Böttinger "Sternaberg-Huzzla", den Pfullinger "Uschlaberghexa" und den "Brandweinhexen" aus Kohlstetten dargebracht wurden. Mit leuchtend roten Augen und wild zerzausten Frisuren türmten sie sich zur Pyramide auf und zeigten waghalsige Kunststücke, gleichzeitig machten sie aber mit witzig-gefühlvollen Vorträgen deutlich, dass in jeder wilden Hexe auch eine kleine Romantikerin stecken kann.

Wie schon in den Jahren zuvor bot die Eglinger Garde einen willkommenen und sehenswerten Kontrast zu den schaurig-maskierten Gestalten. Die zehn jungen Tänzerinnen präsentierten sich in bester Form, schwangen Beine und zeigten Spagat, wofür sie von den Partybesuchern mit großem Beifall belohnt wurden. Sie hatten sich wohl alle die Appelle der Narrenchefs Charlie Knupfer und Armin Przirembel zu Herzen genommen, die im Rahmen ihrer Begrüßung um ein schönes Fest ohne Randale gebeten hatten.

Das Programm wurde den Anforderungen der Narren vollauf gerecht: Es bot sinnliche und wagemutige Tänze sowie mutige Akrobatik, stimmungsvolle Musik und nette, gleichgesinnte Partybesucher, mit denen bis tief in die Nacht hinein ohne Unterbrechung gefeiert wurde. Für die Narren ein "Auftakt nach Maß - wir sind für die Fasnet jetzt richtig gerüstet", war man sich einig.

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