Nachhaltig und begehrt Wertholz aus der Region - Spitzenpreis für einen Bergahorn

Das wertvollste Stammholz aus den Wäldern der Region liegt auf dem Reutlinger Wertholzplatz an der Gönninger Landstraße unterhalb der Alteburg.

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Die Förster des Reutlinger Kreisforstamts diskutieren die Ergebnisse der Submission.  Foto: 

Dort wurde es in den letzten Wochen von Furnierherstellern und Sägewerkern, Fassherstellern und Instrumentenbauern besichtigt. Die Käufer, die aus ganz Deutschland sowie aus Frankreich, Österreich und Polen anreisten, gaben ihre Gebote für die edlen Hölzer im verschlossenen Umschlag ab. Jetzt wurden beim Submissionstermin die Umschläge geöffnet und die Meistbietenden festgestellt.

Das Kreisforstamt des Landratsamts Reutlingen hatte gemeinsam mit den Forstämtern aus dem Zollernalb-Kreis, dem Kreis Rottweil und dem Landkreis Tübingen insgesamt gut 600 Kubikmeter angeliefert - vor allem Eichen, Eschen und Ahorn. Doch auch einige Besonderheiten wie Kiefern, Linden und Roteichen fanden sich in der Angebotspalette.

Gemäß dem Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft ernten die Förster nur so viel Holz, wie im gleichen Zeitraum nachwächst. "Somit ist auch in der Zukunft die Versorgung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewährleistet und selbstverständlich auch mit so dicken und wertvollen Stämmen, wie wir sie hier sehen", erläuterte Werner Gamerdinger, Leiter des Kreisforstamts Reutlingen mit Sitz in Münsingen. In diesem Jahr waren vergleichsweise viele Eschen im Angebot. Wegen des fortschreitenden Eschentriebsterbens sind Förster und Waldbesitzer gezwungen Eschen aus Sicherheitsgründen verstärkt einzuschlagen.

Den Spitzenerlös erbrachte ein Bergahorn aus dem Gemeindewald Jungingen im Zollernalbkreis. Er weist eine gesuchte Besonderheit auf, nämlich eine feine Wellenstruktur im Holz, die so genannte Riegelung, sagt Gamerdinger. Dem Käufer, ein Furnierwerk aus dem Fränkischen, war er rund 1 800 Euro pro Kubikmeter wert. Dicht gefolgt wurde der Ahorn von einer Eiche aus dem Stadtwald Reutlingen für die der Käufer 1 600 Euro pro Kubikmeter investierte.

Die Preise für das Wertholz sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Bei der Eiche beispielsweise um 18 Prozent. Im Durchschnitt erlösten die Waldbesitzer 378 Euro pro Kubikmeter.

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