Musikalischer Frühlingsanfang bei der Stadtkapelle

Einen stimmungsvollen Frühlingsanfang gab die Stadtkapelle Hayingen den zahlreichen Zuhörern beim Kirchenkonzert in der St. Vitus Kirche. Die Kapelle bot ein anspruchsvolles Programm auf hohem Niveau.

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Die Hayinger Stadtkapelle beim Konzert in der St. Vitus Kirche.  Foto: 

Sonnenschein beleuchtete die Kirchenfenster, erwartungsfrohe Besucher füllten die Bankreihen, klangvolle und gekonnt präsentierte Melodien durchzogen den Kirchenraum: in dieser schönen Atmosphäre ließ sich der Sonntagnachmittag angenehm verbringen. Die Kapelle unter souveräner musikalischer Leitung von Arthur Lamparter kam in der klangvollen Kirchenakustik bestens zur Geltung und lud eine Stunde lang zum Träumen und Genießen ein.

Das musikalische Programm zeigte neben der Ausdrucksfähigkeit der Kapelle die Vielfalt der Blasmusik stimmig auf und gefiel durch die lebendige und dynamische Vortragsweise. Durchweg agierten die Musiker feinfühlig auf das Dirigat, zeigten ein Händchen für Stimmungen und zeigten sich ausnahmslos als homogener und ausgewogener Klangkörper mit technischer Brillanz.

Karin Bachmann führte charmant in die Werke ein und brachte diese dem Publikum mit anschaulichen Erläuterungen nahe. Mit einer Opern-Ouvertüre von James L. Hosay in Anlehnung an den Stil von Ouvertüren- Großmeister Richard Wagner eröffnete die Kapelle, begeisterte mit einer majestätischen Fanfarenpassage und mit schönen Melodien, die im stimmungsvollen Finale gipfelten und harmonisch wieder zu den Anfangsweisen zurückfanden. Mit "Sinfonia per un Addio" erklang eine Komposition des im Stil der venezianischen Barockmusik agierenden Orchesters Rondo Veneziano. Von Josef Hastreiter für Blasmusik arrangiert nahm das Werk, von den Musikern präzise, klar und temporeich umgesetzt, die höfischen Anklänge gekonnt auf und gefiel mit schwungvollen Passagen und choralgleichen Melodien.

Der Tuba hat Franz Watz in seiner Komposition "Concertino" ein Denkmal gesetzt. Das dreisätzige Werk brachte mit klangvollen und satten Solopassagen von Tubist Gerold Tress die Ausdrucksfähigkeit dieses Instruments zur Geltung. Filmmusik ohne Geschichte im Hintergrund hat Jacob de Haan mit "La Storia" geschrieben und lädt damit den Zuhörer zum Ersinnen eines persönlichen Films ein. Das eingängige Intro, gefühlvolle Melodien, zu Ton gewordene Spannungsbögen, romantische Passagen und wunderbare Harmonien legen darin den Klangteppich, zu dem auch im Hayinger Publikum jeder seine persönliche Geschichte erträumen konnte.

Auf einen musikalischen Spaziergang durch eine quirlige Metropole nimmt Luigi di Ghisallo in seiner Rockouvertüre "Stockholm Waterfestival" mit, welche von der Hayinger Stadtkapelle mit viel Spielfreude und Temperament vorgetragen wurde.

Die Atmosphäre der Stadt wird in der Komposition eingefangen: Musik und inneres Auge des Zuhörers schlendern spielerisch an den vielen Springbrunnen der Stadt vorbei, machen einen Abstecher zum Kriegsschiff am Hafen, wohnen mit militärischen Klängen der Wachablösung am Königspalast bei und vergnügen sich klangvoll auf dem Wasserfestival und im bunten Treiben vom Vergnügungspark Tivoli.

Der eingeforderten Zugabe kam die Kapelle mit "Canon" von Pachelbel nach und lud die Konzertbesucher im Anschluss zu Kaffee und Kuchen ins benachbarte Feuerwehrgerätehaus. Mit den Spenden des Konzerts wird das Indienprojekt von Pater Georg unterstützt, der Erlös des Nachmittagskaffees kommt der Jugendarbeit zugute.

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