Marbach Classics ganz im Zeichen des Araberjubiläums

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  • Dr. Astrid von Velsen-Zerweck (2. von rechts) stellte zusammen mit Cornelius Grube (9. von links) die Marbach Classics vor. Auf dem Gruppenbild sind zudem Vertreter der Sponsoren der Veranstaltung und zwei der edlen vierbeinigen Akteure zu sehen. 1/2
    Dr. Astrid von Velsen-Zerweck (2. von rechts) stellte zusammen mit Cornelius Grube (9. von links) die Marbach Classics vor. Auf dem Gruppenbild sind zudem Vertreter der Sponsoren der Veranstaltung und zwei der edlen vierbeinigen Akteure zu sehen. Foto: 
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Sie sind das kulturelle Highlight in der Region, die Marbach Classics. Gestern stellten Gestütsleiterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck zusammen mit Cornelius Grube, Intendant der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, vor, was in diesem Jahr geplant ist. Und das im stimmungsvollen Rahmen der historischen Geschirrkammer des Gestüts.

Königliches Privatgestüt

Die Historie spielt denn auch bei den Marbach Classics diesen Jahres eine wichtige Rolle, wird im Gestüt doch ein großes Jubiläum gefeiert. 200 Jahre ist es her, dass König Wilhelm I von Württemberg sein Königliches Privatgestüt Weil-Scharnhausen gegründet hat. Es war dies die erste Zuchtstätte in Europa, die sich der Zucht arabischer Vollblüter widmete und deren Linien bis heute weiterbestehen, nicht nur in Marbach. Die königliche Herde war dem Haupt- und Landgestüt im Jahr 1932 von Fürstin Pauline zu Wied anvertraut worden. König Wilhelm I. hatte seinerzeit in den napoleonischen Kriegen erkannt, dass sich Araber gut als Reitpferde eigneten, genügsam waren und dem Menschen zugetan, so von Velsen-Zerweck.

Allerdings sei es nicht so einfach gewesen, eine Zucht aufzubauen, weil die Beduinen ihre Pferde nicht verkauften, sondern höchstens einmal verschenkten. Noch in seinem Testament hatte der württembergische Monarch verfügt, dass die Araberzucht nie aufgegeben werden dürfe. Mit Erfolg, wie die Gestütsleiterin betonte. Eine der drei Stutenfamilien in Marbach, die hier gezüchtet werden, ist in direkter Linie auf Wilhelms Stuten zurückzuführen. Dieser geschichtliche Rahmen jedenfalls liefert einen wunderbaren Stoff für die Marbach Classics in diesem Jahr. Erstmals wird nicht Ola Rudner dirigieren, sondern der Generalmusikdirektor des Theaters Kiel Georg Fritzsch (siehe Kasten unten). Auf den Dirigenten und Pferdemann Fritzsch wartet eine spannende Aufgabe, denn für das Gestüt ist das 200. Weil-Marbach-Jubiläum – Weil war eine Domäne des Gestüts Scharnhausen – von großer Bedeutung. Den arabischen Vollblutpferden zu Ehren wird es deshalb auch am Sonntag, 21. Mai, einen eigenen Festtag mit Schauprogramm geben.

Freiheitsdressur

Vier Wochen später, am 23. und 24. Juni, bereichern international renommierte Pferdeleute den hippologischen Programmteil der Marbach Classics. Ein Höhepunkt wird es zweifelsohne sein, wenn Jana Mandana Laces-Krone vom renommierten Circus Krone in einer Freiheitsdressur sechs aus Marbach stammende Vollblutaraberhengste in der Manege vorstellt. Zudem kommt mit Anja Beran eine Könnerin der klassischen Reitkunst auf die Alb, um zur Musik der Württembergischen Philharmonie Dressurlektionen von höchster Schwierigkeitsstufe zu präsentieren.

Den Pferdesport überlässt Marbach aber natürlich den Gästen nicht allein. In Anlehnung an das morgenländisch-abendländische Reiterfestspiel „Caroussel“ erinnern Reiter des Gestüts in historischen Kostümen an ein großes gesellschaftliches Ereignis in Stuttgart aus dem Jahr 1846 anlässlich der Vermählung des Kronprinzen von Württemberg, des späteren Königs Karl I. mit der russischen Zarentochter Olga Nikolajewna. „Caroussel“ strahlt die einstige Herrlichkeit des Abendlandes sowie den unwiderstehlichen Zauber von 1001 Nacht aus und zeigt die Schönheit der arabischen Pferdezucht von König Wilhelm I. von Württemberg. Es wird weitere Schaubilder mit Vollblutarabern geben, kündigt Astrid von Velsen-Zerweck an, darunter die atemberaubende „Silberne Herde“. Aber auch Warmblüter und „unsere liebenswerten Dicken“, die Schwarzwälder, werden zu sehen sein.

Info Weitere Informationen zum Gestüt unter www.gestuet-marbach.de und zum Event unter www.marbach-classics.de. Karten gibt es im Vorverkauf bei EasyTicket. Aufführungen sind am Freitag, 23. Juni, und am Samstag, 24. Juni, jeweils um 20.30 Uhr. Karten kosten 44 (ermäßigt 22) Euro.

Erstmals seit Bestehen der Marbach Classics hat ein Gastdirigent die musikalische Leitung in Marbach. Mit dem Ende seiner Tätigkeit als Chefdirigent der Württembergischen Philharmonie hat sich Ola Rudner auch vom Kulturereignis auf der Alb verabschiedet. Man habe lange überlegt, wer mit der hier herrschenden ganz besonderen Atmosphäre gut umgehen könne, erklärte Intendant Cornelius Grube. Gefunden hat man den Generalmusikdirektor des Theaters Kiel Georg Fritzsch, einen „Dirigenten mit sehr großem Repertoire und hoher Reputation“, der darüber hinaus auch passionierter Reiter und Züchter ist“. Gemeinsam mit Fritzsch sei man derzeit dabei, ein Programm zusammenzustellen, das gut zu den Shownummern und damit auch zum Araber-Jubiläum passt. „Es wird einige orientalische Musik dabei sein“, kündgt Grube an, etwas aus dem „Nussknacker“ oder aus Mendelssohns Sommernachtstraum. Außerdem werde Ballettmusik ein wichtiger Bestandteil des breit gefächerten Programms sein., das am 23. und 23. Juni aufgeführt wird. rene

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