Lobeshymnen auf Markus Bichler

Kaum im Amt, wurden auf Markus Bichler als dem neuen Schulleiter der Joseph-Christian-Gemeinschaftsschule in Riedlingen bei der offiziellen Amtseinsetzung schon erste Lobeshymnen gesungen.

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Schulamtsdirektor Wolfgang Mäder (l.) hatte für Schulleiter Markus Bichler noch keine Ernennungsurkunde als Rektor dabei, die gibt es erst nach einer neunmonatigen Wartezeit, denn das Land spart.  Foto: 

"Echt elefantastisch, einfach bombastisch" stimmte der Schülerchor in die Feier am Donnerstag ein. Konrektor Oliver Paul hatte ebenfalls ein Lob für Markus Bichler parat, der seit 1. Oktober offiziell im Amt ist, sich aber "hinter den Kulissen" schon deutlich früher eingebracht habe: in hohem Maße engagiert und kommunikativ, wertschätzend und sehr präsent und mit einem offenen Ohr ausgestattet, so Paul.

Der Leitende Schulamtsdirektor Wolfgang Mäder vom Staatlichen Schulamt Biberach stellte bei der Amtseinsetzung fest, aus dienstlichen Beurteilungen werde offensichtlich, dass Bichler vielseitige und umfangreiche Erfahrungen im Gesamtsystem Schule mitbringe und über vielfältige pädagogische und kommunikative Fähigkeiten - gerade auch für die Leitung einer Gemeinschaftsschule - verfüge. Sie als Schule für alle weiterzuentwickeln und bedarfsorientiert zu gestalten, sei Herausforderung und Chance in der Zukunft sein.

An Herausforderungen erkannte Mäder Prozesse der Qualitätssicherung und -entwicklung. Die Qualität von Unterricht mit Blick auf alle Kompetenzen im fachlichen, sozialen, methodischen und personellen Bereich bleibe Kerngeschäft. Daran müssten sich auch Innovationen messen lassen. Ganztagsangebote an der Schule zu organisieren, Inklusion als Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen zu gewährleisten und Zuwanderern ein Stück Heimat zu geben, seien weitere Aufgaben.

"Ich bin gerne da", versicherte Bichler den Gästen der Feier, den Kollegen, Schülern und deren Eltern. Anhand von Werbesprüchen nannte er die Schwerpunkte seiner Arbeit. Den Ausbau der Ganztagesschule hat er sich zum Ziel gesetzt, will sie qualitativ aufrüsten und auch Vereine mit ins Boot nehmen. Die Gemeinschaftsschule will er nach unten aufbrechen und bereits die Grundschule darin einbeziehen. Die Schule sieht er als sicheren und lebenswerten Lernort. Mobbing dürfe es nicht geben.

Inklusion will er als Markenzeichen nicht nur für die Schule entwickeln, sondern innerhalb der Schullandschaft für die ganze Region, wobei er "großen Respekt vor der Kompetenz der Förderschule" bekundete. Er bekannte sich zu den klaren christlichen und ethnischen Werten einer Gemeinschaftsschule, die klare Ausrichtung tue gut.

Die Wertschätzung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen unterstrich er. "Ein Schulleiter muss authentisch sein", betonte er. Er versprach Präsenz, sagte aber auch deutlich, dass er - der Familie mit Frau Christine und den Töchtern Malin, Junia und Alwine wegen - nicht von Wilhelmsdorf wegziehen werde, wo er von 2005 bis jetzt eine private Sonderschule für Erziehungshilfe leitete, die von Kindern und Jugendlichen unterschiedlichster Schularten besucht wird.

Der 41-Jährige hat von 1995 bis 1999 an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg das Studium der Sonderpädagogik mit den Schwerpunkten Lern- und Sprachbehinderung absolviert. Seine erste Stelle trat er 2001 an der Förderschule in Ihringen am Kaiserstuhl an. Ein berufsbegleitend belegtes Masterstudium Schulmanagement an der Uni Kaiserslautern schloss er 2007 mit Auszeichnung ab.

Was ihn persönlich bewegt? "Ich bin sehr evangelisch" äußerte er seine Berührungsängste gegenüber der Fasnet, doch sein Schulleiterkollege Frank Steinhart von den Beruflichen Schulen und Narrenrat versprach eine Einführung. Dieses Thema hatte das Lehrerkollegium auf seiner Kompetenz-Karte nicht vermerkt, aber für nahezu alle anderen Fragen und Probleme Personen parat, die beraten könnten, von der Botanik, über Heimat, Kreativität, Sport bis hin zu Poesie und Logik.

Die Schülersprecher Julia Kometzki und Maximilian Wittwer sprachen vom "frischen Wind" im Schulhaus. Das Lehrerkollegium und Bürgermeister Marcus Schafft sagten dem neuen Rektor ihre Unterstützung zu.

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