Komplizierte Farbenspiele

Das Ergebnis der Landtagswahl stellt die Politiker vor ein ziemlich kompliziertes Farbenspiel, bei welchem Grün, Rot, Schwarz und Gelb in den verschiedensten Richtungen hin und her geschoben wird.

|
Vorherige Inhalte
  • Josef Kirchmann sieht in der Ampelkoalition den Wählerwillen. 1/4
    Josef Kirchmann sieht in der Ampelkoalition den Wählerwillen. Foto: 
  • Für Alexander Mack ist die AfD nur eine Zeiterscheinung. 2/4
    Für Alexander Mack ist die AfD nur eine Zeiterscheinung. Foto: 
  • Marina Reiter setzt auf die Ampel. 3/4
    Marina Reiter setzt auf die Ampel. Foto: 
  • Eva-Maria Jacobj meint, dass Kretschmann an der Reihe ist. 4/4
    Eva-Maria Jacobj meint, dass Kretschmann an der Reihe ist. Foto: 
Nächste Inhalte

Münsingen - Landesvater Winfried Kretschmann ist klarer Sieger der Landtagswahl. Leicht hat er es dennoch nicht. Erste Sondierungsgespräche, bei welchen der bisherige Juniorpartner SPD zu Gast war, hatten drei Tage nach der Wahl zum Ziel, gemeinsam für die Ampelkoalition zu werben. Die Konstellation aus Rot, Gelb und Grün, stellt für Kretschmann keine unüberwindbaren Hindernisse dar. Auch SPD-Landeschef Nils Schmid sieht im FDP-Inhalt keine konsequente Ablehnung. "Er sei den der FDP wichtigen inhaltlichen Punkten zugänglich". Dumm nur: dass die Liberalen bislang eine von den Grünen geführte Ampel ablehnen. Lassen sich die Liberalen umstellen? Kann eine Jamaika-Koalition aus Schwarz, Grün und Gelb punkten? Läuft alles auf die Kiwi-Koalition hinaus? Fragen über Fragen, und keiner sieht bislang die die perfekte Lösung.

Hermann Wurz, denkt, dass alles auf Grün-Schwarz hinauslaufen wird, auch wenn ihm bewusst ist, dass sich die zwei nicht wirklich möglich. Beiden traut der 85-Jährige jedoch zu, dass sie vernünftig genug sind. Ob CDU-Chef Guido Wolf, bei einer möglichen Kiwi-Koalition in die Regierung geht, hält Wurz für fraglich. In einem Punkt ist sich der Münsinger sicher. "Hätten die Grünen nicht Kretschmann an der Spitze, hätten sie weit weniger Stimmen bekommen".

Auf die Frage wie geht es im Ländle weiter, antwortete Josef Kirchmann "keine Ahnung, mal sehen was der Wolf noch zusammenbastelt. Sollte Kretschmann jedoch nicht als Präsident herausgehen, bekommen die anderen beim nächsten Mal eins auf den Deckel. Und die FDP wird beim nächsten Mal auch einen Denkzettel bekommen, sofern sie sich nicht mit den Grünen und der SPD zusammen tun können." Sympathisch wäre dem Rentner die Ampelkoalition. Er glaubt: "Das wäre der Wählerwille".

Arnold Rössler fällt auf, dass die Grünen zu viele Stimmen und die AfD zu wenige Stimmen bekommen haben. Der Industriemechaniker denkt, dass sich die Grünen mit der CDU zusammen tun werden, wobei die CDU eben Juniorpartner ist. Am sympathischsten wäre dem Münsinger, wenn machbar, die Jamaika-Koalition aus Grün, Gelb und Schwarz.

Ginge es nach Alexander Mack, kämen alle Parteien unter dem Motto "Kretschmann mit allen" in einen Topf. Und weil es vom Volk eben auch Stimmen für die AfD gab, auch die. "Die kann man sich doch mal anhören", so der Koch, der die AfD-Situation entspannt sieht und meint: "Es gab doch öfters schon mal etwas Neues, das kennen wir doch. Das kommt kurz und ist dann auch ganz schnell wieder weg." Mack sagt: "Wir sollten vereinigen, nicht trennen. Es gibt schon viel zu viele Grenzen auf dieser Welt."

Dass Grün als Sieger aus der Wahl ging, findet Marina Reiter gut und meint: "Das passt auch ganz gut zu uns, mit unseren Grünflächen". Mit möglichen Koalitionspartnern tut sich die junge Frau nicht leicht, weil die CDU nicht wirklich ihr Ding ist, und die SPD sozialer werden sollte. Am ehesten setzt sie auf die Ampel.

"Ob es mir passt oder nicht, es wird Grün-Schwarz", ist sich Eva-Maria Jacobj sicher und ergänzt: "Wenn es ordentlich zugeht, ist der Kretschmann dran, wir haben ein klares Votum". Was die einstige Diplom-Landwirtin jedoch bedauert, ist, dass auch die AfD hochgekommen ist.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Alle Kinder profitieren

Vor mehr als zehn Jahren hat die Stadt Münsingen die Organisation der Schulsozialarbeit an die Bruderhaus-Diakonie übertragen – Wandel in der Einstellung. weiter lesen