Kinder bauen aus Restholz ein Waldsofa

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Starke Helfer schleppten gemeinsam Restholz für ein Waldsofa zusammen.  Foto: 

Auch im 30. Jahr seines Bestehens erreicht das Ökomobil des Regierungspräsidiums Tübingen immer noch strahlende Kinderaugen und sprudelnde Kindermunde. Sabine Reußink, die Leiterin des Ökomobileinsatzes, versteht es, zusammen mit zwei FÖJ-lern im geschickten Wechsel von Spiel und Wissensvermittlung Kinder zu begeistern.

Früh am Morgen schaukelte der ausgebaute Lkw am Bühlhof vorbei an den Waldrand. 20 neugierige Kinder von der Kindergartengruppe „Sonnenkinder“ mit ihren zwei Erzieherinnen freuten sich dick eingepackt im Herbstnebel auf die nächsten Stunden. Bei einem Begrüßungsspiel tauten die Kinder rasch auf und machten auf Zuruf von „Sturm“. „Wasser“ oder „Jäger“ voll mit. Nacheinander hechteten sie in ein Versteck, kletterten auf Baumstumpen oder legten sich flach auf den Boden.

Im umgebauten Ausbildungswagen nannten die Kinder dann ihre Namen und fertigten eine Wäscheklammer mit ihrem Vornamen. Auf die Frage nach den Tieren, die im kostbaren Wald wohnen, riefen die Kinder spontan viele bekannte Tiernamen zu. Das ging von der Ameise über den Igel bis zum Wildschwein und dem Wolf.

Auch die wichtigen Aufgaben des Waldes konnten die Kinder nennen und hielten kräftig die Luft an, als es um den Sauerstoff zum Atmen der Menschen ging, den die Bäume produzieren. Vom Aufenthalt im Wald bis zur Nutzung von Holz wurden viele Stichworte besprochen.

Der Sauerstoff zum Atmen

Als nächste Aufgabe wurde aus umher liegendem Restholz ein Waldsofa zusammengetragen. Auf dem neuen Versammlungsplatz durften die Kinder nun ihre Beobachtungen von sich geben: Sowohl die bunten Blätter als auch die fallenden Temperaturen ergaben viele Schlagworte für den Herbst. Die jahreszeitlichen Veränderungen in der Tierwelt und im Wald führten zu viel Gesprächsstoff.

Beim Eichhörnchenspiel konnten sich die Kinder dann wieder austoben. Wie die Eichhörnchen im Wald durften sie jeweils fünf Eicheln als späteren Wintervorrat verstecken und mussten nach und nach die Eicheln wieder einsammeln. Das war ein Suchen und eine Aufregung als nur noch ein Teil der Vorräte auffindbar war.

Zur Frühstückspause setzten sich die Kinder wieder brav in den Schul-Lkw und vertilgten die mitgebrachten Brote und Obst. Danach ging es auf den Pirschpfad. Jede Gruppe durfte die  Tafeln mit Tiermotiven in einem vorbereiteten Areal verstecken und musste dann im benachbarten Feld die Tiermotive wieder auffinden, bestimmen und die Biologie und das Leben der Tiere beschreiben.

Am Bildschirm im Unterrichtswagen wurden die Informationen vertieft und bildhaft einige Situationen dargestellt. Dieses Beobachten, Sammeln, Erforschen und Bestimmen der Tierwelt bringt den Kindern viele neue Erkenntnisse und wird sie gewiss anhaltend für viele Bereiche interessieren.

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