Jugendrotkreuzler meistern Feuertaufe

Drei verletzte Kinder durch Zündeln mit Benzin. Die Jugendrotkreuzmitglieder hatten ihren ersten Einsatz - zum Glück war es nur eine Übung.

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Das Jugendrotkreuz und das DRK Zwiefalten-Pfronstetten wurden von einem Bereitschaftsalarm überrascht: Um 17.20 Uhr meldete sich die Leitstelle über die Einsatzmelder. Der Alarm verhieß nichts Gutes. Zufällig waren viele Jugendrotkreuzler zu einem Dienstabend versammelt.

Während eine Person an der Leitstelle zurückgerufen hatte, um den Unfallort und die Zahl der Verletzten herauszufinden, waren die anderen Jugendrotkreuzler damit beschäftigt, den Krankenwagen einsatzbereit zu machen. Im Gerätehaus der Feuerwehr Zwiefalten brach Hektik vor dem ersten Einsatz aus. Mit Helm, Handschuhen und Einsatzkleidung machten sich die Jugendrotkreuzmitglieder und auch ausgebildete Sanitäter innerhalb kürzester Zeit zur Abfahrt bereit.

Mit mulmigem Gefühl ging es los, mit Blaulicht und Sirene fuhren zwei Einsatzwagen des DRK Zwiefalten zum Unfallort in den Schneckengarten nach Baach. Am Unfallort angekommen, wurden alle durch den Gruppenleiter eingeteilt, um somit eine schnelle und problemlose Bergung der Verletzten zu gewährleisten. Am Anfang sah die Situation schrecklich aus. Zwei Kinder lagen am Feuer mit schweren Brandverletzungen an Armen und Händen. Ein Kind war im Schock weggelaufen und hatte sich im Wald versteckt.

Die zwei Verletzten wurden schnellstens an Ort und Stelle mit Infusionen, Kompressen und Mullbinden erstversorgt. Währenddessen suchte ein anderes Team den Jungen, der sich im Wald versteckte. Glücklicherweise fanden sie ihn nach kurzer Zeit. Die Weiterversorgung der Schwerverletzten erfolgte dann im Krankenwagen. Nach etwa einer Stunde waren alle Verletzten in einem stabilen Zustand.

Anfangs war es manchen flau im Magen und die Versorgung der Verletzten, die jeweils von einem Sanitäter unterstützt wurde, war zurückhaltend. Nach kurzer Zeit kamen jedoch die ersten Zweifel an der Echtheit dieses Einsatzes auf. Danach ging alles leichter von der Hand und alle konnten sich über eine gelungene Bergung und Versorgung freuen.

Die Jugendrotkreuzmitglieder, die nun ihren ersten Einsatz kennengelernt haben, bewiesen Mut und meisterten ihre Arbeit sehr gut. Auch die "Opfer", die am Ende der Übung schnell wieder gesund waren, zeigten sich mit ihrer Versorgung zufrieden und traten lächelnd den Heimweg vom Unfallort an.

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