Jetzt haben die Einwohner das Wort

Sie sind rot und es sind viele, keineswegs hässlich, dafür aber ziemlich marode - die Rede ist von den Fensterläden am Rathaus in Pfronstetten. Eigentlich sollte der Gemeinderat am Mittwochabend etwas für die Verschönerung des Rathauses tun, nagt er Zahn der Zeit doch an den Holzfensterläden.

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Pfronstetter Rathaus mit oder ohne Fensterläden?  Foto: 

Sie sind rot und es sind viele, keineswegs hässlich, dafür aber ziemlich marode - die Rede ist von den Fensterläden am Rathaus in Pfronstetten.

Eigentlich sollte der Gemeinderat am Mittwochabend etwas für die Verschönerung des Rathauses tun, nagt er Zahn der Zeit doch an den Holzfensterläden. Insbesondere die Fensterländen auf der Westseite sind sehr mitgenommen.

Hatte die Verwaltung ursprünglich auch mal darüber nachgedacht die alten Fensterläden durch neue aus Kunststoff oder Aluminium zu ersetzen, trotzen die doch besser dem Wetter, war Bürgermeister Reinhold Teufel schnell wieder davon abgekommen, passt ein Kunststoffladen doch nicht so recht ins Ortsbild, wenngleich sie dem Bürgermeister "schon etwas zu rot sind", wie er in der Sitzung sagte.

Teufel hatte für adäquate Läden nun einen Anbieter ausgemacht, den er um ein Angebot bat. 30 Paar Fensterläden müssen am Pfronstetter Rathaus ausgetauscht werden. Die neuen Klappläden heißen Typ 6 mit einer Gratleiste in Fichte und würden 18 610,41 Euro kosten.

Diesen stolzen Betrag vernahm so mancher Gemeinderat mit Staunen, wenngleich im Etat eine Summe für die Gebäudeunterhaltung des Rathauses von 35 000 Euro eingestellt ist. Allerdings wird man von diesen Mitteln auch noch etwas für die Sanierung der Nordwand des Gebäudes brauchen, gibt es dort doch Schäden durch Nässe.

Gerd Müller und Karlheinz Schultes fragten denn auch gleich nach der generellen Notwendigkeit der Fensterläden. Schultes erinnerte dabei an frühere Überlegungen, wo man bei gegebener Zeit über das Thema sprechen wollte. Teufel zeigte sich gesprächsbereit: "Ich hänge nicht an den Fensterläden", zumal sie eigentlich gar keine Funktion hätten.

Thomas Renner plädierte dafür, nun zunächst nur die Läden an der Wetterseite auszutauschen. "Das spart Geld". Da gingen dann Armin Galster und Ernst Störkle einen Schritt weiter. "Der Bauhof soll alle Fensterläden im Erdgeschoss wegmachen und dann schauen wir mal". Mit dem "schauen wir mal" waren dann alle Mitglieder des Gemeinderats einig.

Alle Fensterläden im Erdgeschoss sowie an der Wetterseite werden nun demontiert, und dann wird sich zeigen, was die Bürger zu ihrem nun "fensterladenlosen" Rathaus sagen.

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