Inzwischen gibt es schon wieder Wartelisten

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Bei der Jubiläumfsfeier gab es ein buntes Programm zum Mitmachen.  Foto: 

Angefangen hat alles mit einer kleinen Gruppe enttäuscher, aber engagierter Eltern, die ihre Kinder gern in den Waldorfkindergarten der Freien Goergenschule Reutlingen geschickt hätten, aber nicht konnten: Die Nachfrage war groß, die Kapazität der Einrichtung aber bereits erschöpft. Statt aufzugeben, wurden die Eltern gemeinsam aktiv. Sie gründeten in kurzer Zeit eine eigene Waldorfkindergartengruppe und legten mit ihre Initiative den Grundstein zum heutigen Waldorfkindergarten in Engstingen. Zunächst noch in einem Reutlinger Dachgeschoss beheimatet, zog der Kindergarten 2002 nach Engstingen um. Bis dahin war bereits wieder eine lange Warteliste entstanden.

Heute sind im Engstinger Waldorfkindergarten drei Gruppen mit über 60 Kindern zuhause. Eine davon bietet Ganztagesbetreuung für drei bis sechsjährige Kinder, für die beiden anderen gelten verlängerte Öffnungszeiten bis 13.15 Uhr. In der Wiegestube finden sich darüber hinaus auch Plätze für die Kleinsten - derzeit acht Kinder unter drei Jahren. Drei Eltern-Kind-Gruppen und betreute Spielgruppen an zwei Vormittagen runden das Betreuungsangebot des Engstinger Waldorfkindergartens ab.

Birgit Boschan, seit 1991 Gruppenleiterin im Kindergarten und schon als Mutter vor 30 Jahren bei der Gründung dabei, schlug am Jubiläumstag den Bogen zwischen Damals, Heute und Zukunft. Auch wenn die Gruppen für die größeren Kinder zur Zeit noch aufnahmefähig sind, gibt‘s - genau wie damals - inzwischen doch schon wieder eine Warteliste: Dem gesellschaftlichen Wandel geschuldet, wächst der Betreuungsbedarf für die Kleinsten und bringt daher die Wiegegruppe an ihre Grenzen: Die Räumlichkeiten sind zu klein, und die Nachfrage steigt. „Wir müssen uns verändern“ sagt auch Öffentlichkeitssprecherin Iris Kemmner. Der Kindergarten ist mit seinem vielfältigen Betreuungsangebot „gut frequentiert aus dem größeren Umkreis“.

Nach 15 Jahren auf der Alb steht daher jetzt also die nächste Vision auf dem Programm des Engstinger Waldorfkindergartens: Ein U-3-Haus, das den Kleinsten Räumlichkeiten schafft, in denen sie sich sicher und geborgen fühlen und sich altersentsprechend entwickeln können.

Zum Jubiläumsfest mit seinem bunten Programm freilich reichte am Samstag der untere Schulhof aus. Im Anschluss an den offiziellen Festakt  konnte man dort an der großen Feuerschale leckeres Stockbrot backen, mit der Farbzentrifuge knallbunte Bilder erschaffen, am Basteltisch selbstbemalte Windräder bauen und im Kindergarten-Eingang Schneckenhäuser bemalen. Mitmachen konnte man auch beim Volkstanzen und Ballonsteigen,  Tischpuppenspiel und Riesenseifenblasen rundeten das vielseitige Angebot für Kinder wie Eltern ab. Den Mittagstisch mit Kürbissuppe und anschließendem Kaffee und Kuchen genossen viele Geburtstagsgäste des Waldorfkindergartens in Engstingen gesellig in der Mittagssonne.

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