Holzeinschlag nimmt wieder zu

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Das „Tal des reduzierten Einschlags haben wir weitgehend hinter uns gelassen“, sagte Forstdirektor Matthias Kiess, der zusammen mit Revierleiterin Nicole Volk den neuen Waldplan vorstellte, in der Zwiefalter Ratssitzung am Mittwochabend. Der Holzmarkt präsentiert sich ihm zufolge unverändert positiv – in der Planung werden 85 Euro als Preis für einen Festmeter Fichtenstammholz angesetzt. „Erfreulicherweise ist der Fichtenanteil im Zwiefalter Gemeindewald noch recht hoch“, so Kiess weiter. „Wir halten die Fichte natürlich so lange wie möglich“, ergänzte Volk auf Nachfrage nach den veränderten klimatischen Bedingungen.

Insgesamt sollen 1320 Festmeter eingeschlagen werden, davon entfallen 1095 Festmeter auf Nadel- und 225 Festmeter auf Laubholz. Einen Anteil von 200 Festmetern von der Gesamtmenge erwarten die Forstleute in der Kategorie „zufällige Nutzung“. Dazu gehören Käferholz und durch Sturm beschädigte Bäume.

Der Versuch, in diesem Jahr Tannensetzlinge zu pflanzen, blieb als Folge der trockenen Witterung im Frühjahr wenig erfolgreich, bedauerte Kiess. Allerdings habe es sich um keine großen Flächen und nur wenig Bäume gehandelt. „Wir versuchen in jedem Fall, eine Mischung aufzubauen“, betonte Kiess.

Aus der Durchforstung, bei der 40 Festmeter Holz pro Hektar eingeschlagen werden, sollen 820 Festmeter und damit 59 Prozent des Gesamteinschlags kommen, auf die Hauptnutzung entfallen 22 Prozent – hier werden 60 Festmeter Holz pro Hektar gefällt – und die Jungbestandspflege steuert weitere 19 Prozent hinzu. Im kommenden Jahr sollen 30 Tannen, 90 Douglasien und 70 Ahornbäume neu eingepflanzt werden. Unterm Strich sieht der Plan Einnahmen aus dem Holzverkauf in Höhe von 58 650 Euro vor. Nach Abzug aller Ausgaben soll ein Gewinn in Höhe von 22 200 Euro in die Gemeindekasse fließen.

Im laufenden Jahr seien bereits 1030 Festmeter eingeschlagen und Jungbestandspflege sowie Kulturmaßnahmen weitgehend abgeschlossen. Als besonderen Höhepunkt nannte er die Pflegeaktion auf der Wacholderheide mit den Schülern der Münsterschule, den Revierleiterin Volk auf die Beine gestellt hatte. Einen Dank dafür sprach Bürgermeister Matthias Henne der Försterin aus und wertete zugleich den Erlös aus dem Holzverkauf „als wichtigen Baustein im Gesamthaushalt“.

Nach dem kartellrechtlichen Verbot einer Holzbewirtschaftung und -vermarktung aus einer Hand müssen die Gemeinden dies künftig in Eigenregie erledigen. „Das Ziel im Kreis ist es, einen Verbund auf die Beine zu stellen“, sagte Henne und verwies auf ein Gespräch zwischen Landrat und Bürgermeistern, das kürzlich stattgefunden hatte. In jedem Fall seien höhere Kosten zu erwarten, der Schaden müsse jedoch so klein wie möglich gehalten werden.

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