Heiße Mexikanerin auf der Alb

Seit 40 Jahren pflegt Hannelore Klekler in Kettenacker eine mächtige Agave. Zehn Jahre alt war die Pflanze damals, als sie ankam. In diesem Jahr wuchs zum ersten Mal ein mächtiger Blütenstand.

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Außergewöhnlicher Blickfang: Eine prächtige Agave mit einem eindrucksvollen Blütenstand steht zurzeit am Ortseingang von Kettenacker. Foto: Heinz Thumm

Viele staunende Besucher kommen zurzeit nach Kettenacker. Vor dem ersten Haus an der Ortseinfahrt vom Lusthof her - vor der Werkstatt der Firma Land-, Forst- und Gartentechnik Klekler - zieht eine mächtige Agave alle Blicke auf sich. Drei Meter breit und mit dem Blütenstand insgesamt rund sieben Meter hoch ist die Pflanze.

Eigentlich passt die "agave americana" gar nicht auf die raue Alb. Ihre Heimat liegt im warmen Klima von Mexiko. Hannelore Klekler hat es trotzdem geschafft, dass ihre Agave gewachsen und jetzt zum Blühen gekommen ist. Zusammen mit ihrem Mann Anton Klekler wurde die Pflanze fleißig mit Wasser versorgt, öfters umgetopft und dann - immer von Oktober bis Mai - in die beheizte Lagerhalle gestellt.

In diesem Frühjahr hat sich dann etwas an der Pflanze verändert: Der Blütenstand fing ganz plötzlich an zu wachsen und wuchs wie ein Stamm jeden Tag um fast zehn Zentimeter. Zurzeit hat die Pflanze eine Gesamthöhe von rund sieben Meter erreicht und strahlt in ihrer ganzen Größe.

Doch möglicherweise liegen blühen und sterben ganz nah beieinander. In der Fachliteratur ist nachzulesen, dass die Pflanze nach der Blüte abstirbt. Schade wärs auf jeden Fall - doch in diesem besonderen Fall ist bereits für Ersatz gesorgt: "Wir haben noch einen Ableger, der um die 40 Jahre alt ist und einen weiteren Nachkömmling mit knapp 20 Jahren", meint Hannelore Klekler stolz.

Und stolz darf die "Ziehmutter" auch sein, denn nur selten gelingt die langjährige Aufzucht einer so exotischen Pflanze - noch dazu in einem so unterschiedlichen Klima.

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